Nachhaltiger Kakao-Anbau
Schokolade fürs gute Gewissen

PremiumSchokoladenanbieter setzen bei Kakao zunehmend auf nachhaltigen Anbau. Dahinter steckt Kalkül – denn die Versorgung mit der süßen Bohne ist gefährdet. Und auch die Wünsche der Konsumenten haben die Hersteller im Blick.

Hamburg, DüsseldorfDie Tafel sticht im Supermarktregal heraus: „Die gute Schokolade“ in weißer Verpackung verspricht den Käufern ein gutes Gewissen: Klimaneutral soll sie sein, fair gehandelt – und für je fünf verkaufte Tafeln sollen Kakaobauern einen neuen Baum pflanzen können. Zwei Millionen Tafeln hat die Kinder-Organisation Plant-for-the-Planet nach eigenen Angaben bereits verkauft.

Doch nicht nur soziale Initiativen achten auf Nachhaltigkeit. Besonders die großen Schokoladenanbieter setzen inzwischen auf Arbeit vor Ort – auch aus Eigennutz. Denn Armut und Bildungsmangel in den Anbaugebieten gefährden die Versorgung der wachsenden Mittelschichten auf der Welt mit Kakao. „Das größte Risiko ist, dass sich nichts verändert“,...

 
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