Neue Filialen
Burger King setzt Krise Expansion entgegen

Die börsennotierte US-Fast-Food-Kette Burger King will bis Ende des Jahres weltweit 350 bis 400 neue Filialen eröffnen. Dabei könnten etwa 40 bis 50 in Deutschland entstehen, sagte Burger-King-Chef John Chidsey der "WirtschaftsWoche" laut Vorabbericht am Samstag.

HB BERLIN. Das entspräche einer Wachstumsrate von 3,0 bis 3,5 Prozent. "Vielleicht erreichen wir dieses Ziel 2009 nicht ganz wegen der Wirtschaftskrise", fügt er hinzu. Vor allem hierzulande leidet das Unternehmen unter der globalen Krise: "Es ist erstaunlich, dass Verbraucher in manchen Ländern mit einer hohen Arbeitslosigkeit wie etwa Spanien dennoch mehr Geld für Essen ausgeben als etwa in Deutschland, wo die Arbeitslosigkeit bisher nicht so stark gestiegen ist", so Chidsey.

Langfristig gehe Burger King aber davon aus, in den bestehenden Restaurants den Umsatz um zehn Prozent erhöhen zu können. Vorsichtig expandiert werden soll mit Whopper Bars, in denen sich die Kunden ihre Hamburger selbst zusammenstellen können. "Wir hoffen, sechs bis zehn Whopper Bars in jeder wichtigen Region der Welt bis Ende nächsten Jahres zu haben. Insgesamt könnten es dann bis zu 40 Bars sein", fügte Chidsey hinzu. So schaffe Burger King eine Grundlage, auf der die Hamburger-Kette Erfahrungen sammeln könne. Dabei glaubt der Unternehmenschef, mit dem neuen Geschäftsmodell der Whopper Bar "im Vergleich zum investierten Kapital einen höheren Cash-Flow zu erzielen als bei normalen Burger-King-Restaurants".

Nicht ausschließen wollte Chidsey, dass auch Burger King in Zukunft Coffeeshops wie Mitbewerber McDonald's betreibt: "Alles ist möglich. Mehr wollen wir dazu nicht sagen." Generell will sich Burger King quantitativ nicht mit Marktführer McDonald's messen: "Wir wollen der Profitabelste sein, nicht unbedingt der Marktführer. Wir haben weltweit 12 000 Restaurants, McDonald's mehr als 40 000. Um auf diese Zahl zu kommen, braucht es wahrscheinlich ein Leben lang." Viel wichtiger sei es, so Chidsey, "dass unsere Franchisenehmer profitabel arbeiten und viel Geld verdienen. Dann bauen sie weitere Restaurants und renovieren ihre bestehenden." Weltweit werden 90 Prozent der Burger-King-Restaurants von Franchisenehmern betrieben, in Deutschland sind es 80 Prozent.

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