Neue Mängel bei 787
Fluggesellschaft fordert Schadensersatz von Boeing

Die Flugzeuge aus der Schmiede von Boeing galten lange Zeit als Qualitätsware – doch nun reißen die Negativ-Meldungen über den Typ 787 nicht ab. Nun fordert die polnische Fluggesellschaft LOT Schadenersatz von Boeing.
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Dubai/WarschauDer Dreamliner des US-Flugzeugherstellers Boeing kommt nicht aus den Schlagzeilen. Die polnische Fluggesellschaft LOT kündigte am Freitag an, Schadensersatz in beträchtlicher Höhe wegen der Zwangspause der Flugzeuge Anfang des Jahres zu fordern. „Wir verlangen von Boeing konkrete Summen, die wir genau berechnet haben“, sagte LOT-Chef Sebastian Mikosz. Die Zwangspause für die Maschinen habe den Umbau des Unternehmens erschwert.

Anfang des Jahres mussten alle Maschinen des Typs 787 am Boden bleiben, nachdem Probleme mit den Batterien aufgetaucht waren. Inzwischen sind die Flugzeuge wieder in Betrieb. Doch nun musste Qatar Airways eine Maschine vorübergehend am Boden lassen, nachdem Kreisen zufolge Rauch nahe einer Elektronik-Schaltfläche entdeckt wurde.

Es handle sich um eine Kleinigkeit, keinen Zwischenfall, sagte eine Sprecherin. Bei Air India überhitzte diese Woche ein Ofen, die japanische ANA entdeckte Fehler an einer Batterieverkabelung. Britische Behörden haben wegen eines Feuers an einem Dreamliner in diesem Monat Ermittlungen eingeleitet und konzentrieren sich dabei auf Mängel an einer Batterieverkabelung für Warnlichter.

Experten zufolge sind kleinere Mängel an Flugzeugen üblich und stellen nur sehr selten eine Gefährdung für die Sicherheit dar. Zudem sei es nicht ungewöhnlich, dass mehr Mängel gemeldet werden, wenn ohnehin verstärkte Aufmerksamkeit auf ein Flugzeug gerichtet wird. Bei der 787 werden mehr elektronische Systeme eingesetzt als bei älteren Modellen, um Gewicht zu sparen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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