Neue Strategie
Ein Extra-Schubs für den E-Postbrief

Mit großer Euphorie stürzte die Deutsche Post sich auf den E-Postbrief. Doch die Nachfrage ist schleppend. Eine neue Strategie soll nun den nötigen Schwung bringen. Zahlen nennt man lieber gar nicht erst.
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BonnDie Deutsche Post steuert wegen der schleppenden Nachfrage nach ihrem "E-Postbrief" um. Weil der vor zwei Jahren gestartete Internetdienst, über den vertrauliche Dokumente sowohl Bürger wie auch Unternehmen und Verwaltungen zuverlässig erreichen, bislang die Erwartungen des Konzernvorstands nicht erfüllt hat, verordnet E-Postbrief-Chef Ralph Wiegand dem Projekt eine neue Strategie.

"Wir haben uns bisher zu sehr auf das Versenden elektronischer Briefe konzentriert", sagte er dem Handelsblatt. "Jetzt kümmern wir uns darum, wie der E-Postbrief die Arbeitsabläufe unserer Kunden verbessern kann."

So wird der E-Postbrief ab Herbst eine Bezahlfunktion erhalten. "Wer eine Rechnung per E-Postbrief erhält, kann sie anschließend mit einem Mausklick begleichen", sagte Wiegand.

Möglich macht dies die eindeutige Identifikation von Sender und Adressat: Teilnehmer an dem E-Postbrief-Verfahren müssen sich, bevor sie die rechtsverbindliche und abgesicherte E-Mail-Kommunikation nutzen, bei einem Postamt registrieren lassen.

Auch andere Angebote will Wiegand seinen Kunden rund um den E-Postbrief zur Verfügung stellen. Zum Ende des Jahres sollen die ersten Apps für das iPhone getestet werden, mit denen die sicheren E-Mails gesendet und empfangen werden können.

Zudem soll das Kommunikationsnetz die deutschen Grenzen überschreiten. Mit den Postgesellschaften in Dänemark, Italien und Österreich führen die Bonner Gespräche, wie ähnliche Dienste in diesen Ländern mit dem deutschen E-Postbrief verbunden werden können.

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  • In Zeiten wo keine Daten mehr sicher sind und die Behörden (allen voran die USA!) Zugriff auf jegliche Datenbestände haben, wird der Epost-Brief keine Chance haben. Das Postgeheimnis wird mit dieser Art von "Brief" ausgehebelt - Wer glaubt das die Geheimdienste die mittlerweile praktisch jeden Bürger als Terroristen ansehen vor dem Lesen dieser Dokumente halt machen irrt gewaltig! Dies ist nur ein weiterer Schritt hin zum gläsernen Bürger. Wir können zwar dadurch, das wir Epost nicht unterstützen, dauerhaft diese Entwicklung nicht aufhalten, aber zumindest können wir sie verzögern und dies sollten wir auch tun!

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