Neuinvestitionen im Kraftwerksbereich angekündigt
Eon will in Osteuropa stark expandieren

Mit seinem Kerngeschäft Energie will Deutschlands größter Energiekonzern Eon in Osteuropa kräftig wachsen. Dabei wird die EU-Osterweiterung dem Konzern zu Gute kommen. Eon Energie will zudem bis Ende des Jahrzehnts in Deutschland rund 2000 ihrer insgesamt 23 000 Megawatt umfassenden Kraftwerksbasis durch neue Kohle- und Gaskraftwerke ersetzen.

HB MÜNCHEN. „Wir visieren 2000 Megawatt (MW) bis 2010 als grobe Planungsgrundlage für den Ersatz alternder Kapazitäten an“, sagte Eon Energie-Vorstandsmitglied Rainer Frank Elsässer am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz in München. Zudem könne das Unternehmen bei Bedarf etwa durch den Einsatz weiterer Turbinen, Effizienzsteigerungen und die Inbetriebnahme stillgelegter Kapazitäten nochmals rund 3000 MW mobilisieren. Eon Energie-Chef Johannes Teyssen kündigte außerdem weitere Erzeugungskapazitäten in Italien und Ungarn an.

Ein konkretes Investitionsvolumen für Deutschland nannte Elsässer nicht, veranschlagte aber je nach Kraftwerksart 500 000 bis eine Million Euro je Megawatt. Somit ergäbe sich bei 2000 MW eine Summe von einer bis zwei Mrd. €.

Die deutschen Energieversorger müssen bis zum Jahr 2020 mehr als ein Drittel ihrer gesamten Kraftwerkskapazität - insgesamt etwa 40 000 Megawatt - ersetzen. Grund hierfür ist, dass viele der Anlagen dann das Ende ihrer rund 40 Jahre dauernden Lebensdauer erreichen. Zusätzlich belastet der beschlossene Atomausstieg. Eon Energie-Chef Johannes Teyssen bekannte sich zwar zu der Vereinbarung, unterstrich aber, dass der dadurch bedingte Kapazitätswegfall nicht nur durch erneuerbare Energien auszugleichen sei. „Folglich bleibt das Thema auf der politischen Tagesordnung.“

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