Nivea-Hersteller
Beiersdorf startet stark ins Jahr

Das Amerika-Geschäft hat beim Nivea-Konzern Beiersdorf für Aufschwung gesorgt. Der Gewinn stieg im ersten Quartal um fast neun Prozent auf 255 Millionen Euro.
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HamburgBeiersdorf hat den Gewinn dank Zuwächsen im Kosmetikgeschäft in Süd- und Nordamerika sowie seiner Klebstofftochter Tesa zu Jahresbeginn überraschend kräftig gesteigert. Das Betriebsergebnis kletterte von Januar bis März binnen Jahresfrist um fast neun Prozent auf den neuen Höchstwert von 255 Millionen Euro, wie Konzernchef Stefan Heidenreich am Donnerstag sagte. „Nachdem wir im ersten Quartal wichtige Weichen gestellt haben, werden wir in den kommenden Monaten die Schlagzahl deutlich erhöhen.“

Der Umsatz des Herstellers von Marken wie Nivea, Eucerin und La Prairie wuchs – angetrieben durch den schwachen Euro – um sieben Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Bereinigt um Wechselkurseffekte betrug das Plus aber nur 0,7 Prozent. Während die Erlöse in Westeuropa bereinigt um zwei Prozent schrumpften, legten sie in Osteuropa um fast zehn Prozent zu. In Südamerika wuchs der Umsatz des Hamburger Dax-Konzerns um 9,4 Prozent, in Nordamerika um 5,3 Prozent. Dagegen sanken die Einnahmen in der Regeion Afrika/Asien/Australien. Grund war vor allem das schwache Geschäft von Beiersdorf in China.

Während die Rendite im Kosmetikgeschäft auf 14,5 (Vorjahr 14,6) Prozent leicht schrumpfte, legte sie bei der Tochter Tesa auf 17,2 (15,5) Prozent kräftig zu. Das lag vor allem am gut laufenden Geschäft mit Abnehmern aus der Automobilindustrie.

Angaben über möglicherweise geplante Zukäufe machte Beiersdorf zunächst nicht. Finanzvorstand Ulrich Schmidt hatte auf der Hauptversammlung im März beantragte Beschlüsse für mehrere Kapitalmaßnahmen mit entsprechenden Vorbereitungen begründet. Der Konzern will sich schon länger im Kosmetikgeschäft verstärken, hat bislang aber keinen geeigneten Übernahmekandidaten gefunden.

Die Ziele für das Gesamtjahr bekräftigte das Management. Demnach nimmt sich Beiersdorf eine Umsatzsteigerung zwischen drei und fünf Prozent vor. Die operative Rendite (Ebit-Marge) soll 2015 leicht über der des Vorjahres liegen. Im abgelaufenen Jahr waren 13,7 Prozent vom Umsatz hängen geblieben, ein halber Prozentpunkt mehr als im Jahr davor.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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