Oetker-Nachfolge
Patriarch oder Manager – wer soll es richten?

PremiumDer Oetker-Bereit soll einen Nachfolger für das Familienunternehmen bestimmen. Doch die Entscheidung ist heikel. Was zählt mehr? Familienzugehörigkeit oder Managererfahrung? Es geht um die Zukunft der Gruppe. Eine Analyse.

Äußerlich ist es ein Konflikt zwischen acht Halbgeschwistern aus den drei Ehen des verstorbenen Firmenpatriarchen Rudolf-August Oetker. Ein Familienzwist, der schon seit Jahren schwelt. Nun wird das Problem akut. Richard Oetker, derzeitiger Chef des Familienkonzerns, erreicht im kommenden Jahr die interne Altersgrenze von 65 Jahren. Voraussichtlich im September soll der Beirat der Unternehmensgruppe um Lebensmittel, Schifffahrt und die Lampe-Bank entscheiden, wer Nachfolger wird.

Dem TV-tauglichen Familienstreit zwischen den Generationen setzt Beiratschef August Oetker, mit seinen 72 Jahren das Familienoberhaupt, ein scheinbar objektives Verfahren entgegen. Der Oetker-Beirat, besetzt überwiegend mit externen Wirtschaftsexperten wie Lufthansa-Chef Carsten Spohr und Otto-Chef Hans-Otto...

 
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