Online-Handel
Ebay-Käufer können nicht mehr direkt bezahlen

Wer für Ebay-Artikel zahlt, der zahlt künftig immer an Ebay selbst. Um Kunden mehr Sicherheit zu geben, sollen private wie geschäftliche Verkäufer ihr Geld frühestens dann erhalten, wenn der Artikel versendet ist.
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BerlinDie Online-Handelsplattform Ebay ändert im Sommer die Zahlungsabwicklung. Die wichtigste Neuerung: Die ersteigerten oder gekauften Artikel werden nicht mehr direkt beim Verkäufer, sondern zunächst an Ebay bezahlt. Das soll den Käufern mehr Sicherheit bringen, erläuterte Ebay den Schritt am Dienstag.

Private Verkäufer werden mit dem neuen System sieben Tage auf ihr Geld warten müssen, für gewerbliche Verkäufer wird eine zusätzliche Gebühr von zwei Prozent eingeführt. Bezahlt werden kann per Banküberweisung, Kreditkarte oder Lastschrift sowie über den hauseigenen Zahlungsdienstleister PayPal oder den ähnlichen Dienst Skrill (früher Moneybookers).

Wenn das Geld an Ebay bezahlt wurde, bekommt der Verkäufer Bescheid und muss den Artikel losschicken. Ab dem Moment, wo er als versendet markiert wurde, starten die unterschiedlichen Auszahlungsfristen. Für gewerbliche Verkäufer, die eine längere Ebay-Historie haben und den Mindeststandards der Plattform genügen, liegt sie bei einem Tag. Alle anderen gewerblichen Anbieter müssen auf ihr Geld sieben Tage plus die erwartete Versanddauer warten.

Mit der zusätzlichen Gebühr sind alle Zahlungswege abgedeckt - das heißt, auch die heutige separate PayPal-Gebühr entfällt, wie Ebay-Sprecherin Maike Fuest betonte. Auf private Verkäufer kommen keine zusätzlichen Kosten zu, und auch sie werden die bisherige PayPal-Gebühr nicht bezahlen müssen. Eine Banklizenz benötigte Ebay für das neue System nicht, weil es kein erlaubnispflichtiger Dienst sei, sagte Fuest.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Online-Handel: Ebay-Käufer können nicht mehr direkt bezahlen"

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  • ebay, amazon, paypal alles das gleiche.
    wenn es bei diesen unternehmen zu problemen kommt, dann hat man als kunde verloren.
    man muss zig e-mails verschicken, landet in irgendwelchen callcentern bei immer neuen ansprechpartnern und wird wochenlang hingehalten. die drei firmen sitzen in luxemburg.
    ich werde keinerlei geschäfte mehr mit diesen drei unternehmen abwickeln.

  • @ Kritiker

    "Wozu braucht Ebay 7+x Tage? Banken müssen! sofort verbuchen."

    Na ja, immerhin sagt uns das: eBay scheint NOCH keine Banklizenz zu haben. So ein Jammer aber auch!

    Gestern nämlich bin ich darüber gestolpert, dass sogar EDEKA bereits eine Bankschwester mit sich führt. Wollen wohl Alle, Alle gerettet werden - von unserem mickrigen Geld?

  • Und wenn dss Geld dann bei eBay "verloren gehen" sollte, kannst Du als Kunde evtl. nochmals bezahlen? Hatten wir das nicht schon ähnlich bei einem Stromanbieter?

    JEDE Stufe, die sich zwischen Anbieter / Verkäufer und Endkunde setzt, will doch in irgendeiner Art nur möglichst leistungslos mit verdienen. Soweit ist das Geschäftsmodell Marktwirtschaft inzwischen schon ausgelutscht: 1 Stück Ware für den Endverbraucher, daran hängend aber viele und möglichst immer mehr "Verdiener".

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