Online-Modehändler
Zalando mit kräftigem Umsatzwachstum

Zalando hat den Verkauf im ersten Geschäftsquartal ordentlich angekurbelt. Der Online-Modehändler vermeldet ein Umsatzplus von fast 30 Prozent. Auch bei der Ergebnislage zeichnet sich Besserung ab.
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Der Online-Modehändler Zalando profitiert überdurchschnittlich stark von der zunehmenden Lust der Deutschen, ihre Kleidung im Netz zu kaufen. Im ersten Quartal sei der Umsatz um 27 bis 29 Prozent auf 635 bis 648 Millionen gestiegen, teilte das Berliner Unternehmen in der Nacht zum Donnerstag mit. Damit schnitt sich Europas Branchenprimus ein besonders großes Stück vom Kuchen des rasant wachsenden Onlinehandels ab. Laut Einzelhandelsverband HDE wird dieser im laufenden Jahr um zwölf Prozent auf 43,6 Milliarden Euro zulegen. Zalando macht gut die Hälfte seines Umsatzes in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

An der Börse sorgten die Zahlen für Applaus: Die Aktien stiegen im SDax zeitweise um mehr als 13 Prozent auf ein Rekordhoch von 27,65 Euro. Die Papiere des größten Investors, Kinnevik aus Schweden, kletterten um 2,7 Prozent. Zalando hatte erst im Oktober sein Marktdebüt gefeiert.

Das deutliche Umsatzwachstum und eine stärkere Kostendisziplin sorgten dafür, dass sich das 2008 gegründete Unternehmen auch zu Jahresbeginn in den schwarzen Zahlen halten konnte. Dies war Ende 2014 erstmals geglückt. Laut Zalando wird der Betriebsgewinn (Ebit) im ersten Quartal wohl zwischen 25 und 39 Millionen Euro liegen nach einem Verlust von 23 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Dies entspreche einer bereinigten Ebit-Marge von vier bis sechs Prozent im ersten Quartal. Auf Jahressicht rechnet der Konzern früheren Angaben zufolge damit, in etwa das Vorjahresniveau von 3,7 Prozent zu erreichen.

Offenbar liefen die Geschäfte vor allem im März rund, wenn traditionell der Verkauf der Frühjahrs- und Sommerkollektionen startet. „Insbesondere die Entwicklung im März zeigt, dass wir eine starke Wachstumsdynamik haben“, sagte Vorstandsmitglied Rubin Ritter bei Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen. Am 12. Mai steht der Zwischenbericht der Berliner an.

Zalando – bekanntgeworden als Schuh-Onlinehändler mit dem Werbeslogan „Schrei vor Glück“ – ist auf Wachstumskurs. Dafür soll die Zahl der Mitarbeiter noch um etwa 2000 auf dann 10.000 erhöht werden. Beim Umsatz peilt Zalando in diesem Jahr ein Plus von 20 bis 25 Prozent an. 2014 hatte Zalando die Erlöse um mehr als ein Viertel auf 2,2 Milliarden Euro nach oben geschraubt.

In Europa konkurriert Zalando mit Asos aus Großbritannien, aber eben auch mit Amazon. Zudem bauen die Großen der Modebranche wie die Inditex-Tochter Zara oder H&M ihre Onlineshops aus. Zalando hat nach eigenen Angaben rund 1500 Marken im Angebot und beliefert mehr als 14 Millionen Kunden in 15 Ländern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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