Passagierzahlen
Air Berlin steigert die Auslastung

Mit 85 Prozent Auslastung waren die Air Berlin-Maschinen im Jahr 2013 gut gefüllt. Die Zahl der Passagiere hingegen ging deutlich zurück. Die Partnerschaft mit Etihad wird offenbar ausgeweitet.
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BerlinAir Berlin ist trotz einer Delle im Dezember mit volleren Flugzeugen durch das Jahr 2013 geflogen. Die Auslastung der Maschinen verbesserte sich im Gesamtjahr um 1,3 Prozentpunkte auf 84,9 Prozent, wie Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft am Dienstag mitteilte. Die Zahl der Passagiere ging wegen eines deutlich gekappten Flugangebots um 5,4 Prozent auf 31,5 Millionen zurück. 2012 waren die Passagierzahlen ebenfalls um mehr als fünf Prozent eingebrochen.

Überraschend ist die Talfahrt bei Deutschlands zweitgrößter Fluglinie nicht. Die Berliner hatten sich nach einer übereilten Expansion und hohen Verlusten eine Rosskur verordnet. Zahlreiche unrentable Strecken wurden gestrichen, Flugzeuge und Unternehmensteile verkauft. Dem rigiden Sparkurs fällt jede Zehnte der einst 9000 Stellen zum Opfer.

Im Dezember weitete Air Berlin das Angebot vor allem auf der Langstrecke wieder aus, die Zahl der Fluggäste sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,5 Prozent auf 1,8 Millionen. Die Auslastung fiel um 1,2 Prozentpunkte auf 81,4 Prozent.

Vom Ziel, dieses Jahr schwarze Zahlen zu schreiben, verabschiedete sich Konzernchef Wolfgang Prock-Schauer im November. Das ist allerdings nicht die einzige Baustelle für den Airline-Veteranen, der den Job vor einem Jahr von Hartmut Mehdorn übernahm: Gleichzeitig muss Prock-Schauer das aufgezehrte Finanzpolster wieder aufbessern und den Schuldenberg von 811 Millionen Euro abbauen.

In der Not konnte Air Berlin bislang stets auf die Etihad zählen: Die staatliche Fluggesellschaft aus dem Golfemirat Abu Dhabi griff den Berlinern wiederholt finanziell unter die Flügel und hält knapp 30 Prozent der Aktien des Lufthansa -Konkurrenten. Für kommenden Montag laden die Chefs der beiden Unternehmen zu einer Pressekonferenz ein, auf der sie Neues zu ihrer strategischen Partnerschaft verkünden wollen.

Agentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Kein Wunder, denn die Lufthansa hat mit ihrer Politik die Kunden vergrätzt und vergrault. Lufthansaflüge sind jetzt weniger ausgelastet.

    Damit dies nicht so auffällt, schiebt die LH die Sitzreihen in der Economy zusammen und lässt dafür bis zu 10 Reihen der Business unbesetzt.

    Die Economy-Kunden sitzen gedrängt wie im Vieh-Transporter, werden also von LH doppelt bestraft.

    Ob diese Politik des Herrn Franz wohl aufgeht?

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