Preisanstieg für 2012
Reisegeschäft trotzt weltweiten Krisen

Von Krise keine Spur: Nach einem durchweg glänzenden Reisesommer blickt die Branche zuversichtlich in die nächste Saison. Die Preise werden für einige Ziele geringfügig steigen, in anderen reicht ein kleineres Budget.
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HannoverKrisen, Naturkatastrophen, politische Umbrüche - das Reisejahr 2011 hat darunter kaum gelitten. Und auch für das kommende Jahr sehen die meisten Veranstalter durchaus rosige Perspektiven - trotz Schuldenkrise und trüberen Konjunkturprognosen. Die großen Reiseanbieter haben sich auf Konjunkturschwankungen eingestellt.

In den Konzernzentralen sollen strikte Kostenkontrolle und Umbauprogramme für mehr Wirtschaftlichkeit sorgen. Die Preise werden im kommenden Reisesommer nur wenig steigen. Einige Veranstalter haben auch Preissenkungen angekündigt.

Vorteile beim Einkauf würden an die Kunden weitergegeben, hieß es etwa bei Rewe-Touristik mit ITS, Tjaereborg und Jahn Reisen. Die Baustein- und Fernreise-Spezialisten der Gruppe, Dertour, Meier's Weltreisen und ADAC, gehen von deutlich billigeren Reisen besonders im Dollar-Raum aus - wegen der günstigen Relation der US-Währung zum Euro. Hotels in Nordamerika, Teilen der Karibik, Mexiko und Mittelamerika würden bis zu 10 Prozent preiswerter.

Bei Flügen sei die Entwicklung eher unklar. Durchgehend wird in der Branche die Ticketsteuer angeprangert, die Flugpreise neben den höheren Kerosinkosten noch zusätzlich verteuere. Die angekündigten Korrekturen bei der Luftverkehrsabgabe seien „reine Kosmetik“, sagte der Chef des größten deutschen Veranstalters Tui, Volker Böttcher. Bei der Abgabe gebe es nur einen Gewinner - grenznahe Flughäfen im Ausland, die sich über mehr Gäste aus Deutschland freuen könnten.

Bei Tui steigen die Preise im Sommer 2012 auf der Mittelstrecke um durchschnittlich zwei Prozent. Fernreisen werden um ein Prozent teurer, einige Ziele werden aber auch billiger, etwa Thailand, Vietnam und die Dominikanische Republik. Der Branchenzweite Thomas Cook mit der Hauptmarke Neckermann erhöht seine Preise für Fernreisen um durchschnittlich drei Prozent, Ziele am Mittelmeer werden um zwei Prozent teurer, die Türkei und die Kanaren um vier Prozent.

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