Probleme bei Uniklinik
Konzerngewinn von Rhön-Klinikum bricht ein

Nach der geplatzten Übernahme durch Fresenius braucht der Krankenhauskonzern Rhön-Klinikum dringend eine neue Strategie. Die Gewinnzahlen fallen derzeit nicht erfreulich aus und die Jahresziele wurden erneut gekippt.
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FrankfurtDie anhaltenden Probleme mit der Uni-Klinik Gießen und Marburg schmälern den Gewinn des Krankenhauskonzerns Rhön-Klinikum. Wegen der schwierigen Geschäftslage des hessischen Universitätskrankenhauses hatte Rhön-Klinikum bereits kürzlich seine Ziele für dieses Jahr erneut gekippt. Im dritten Quartal schrumpfte das operative Ergebnis (Ebitda) binnen Jahresfrist um 29,3 Prozent auf 70,1 Millionen Euro, wie die fränkische Unternehmensgruppe am Donnerstag mitteilte. Der Konzerngewinn brach sogar um 44,3 Prozent auf 20,1 Millionen Euro ein.


Rhön hatte die hessischen Universitätskrankenhäuser 2006 übernommen - es war die erste Übernahme einer Uni-Klinik durch einen börsennotierten privaten Krankenhausbetreiber. Die Uni-Klinik war unter anderem wegen eines Streits mit Arbeitnehmern um Kostensenkungen und Stellenstreichungen in die Schlagzeilen geraten. Die Lage dort habe sich in den vergangenen Monaten noch einmal verschärft, erklärte der Rhön-Vorstand. Das Geschäft im stationären Bereich sei schwach gewesen, auch sei das Wachstum an beiden Standorten abgeflaut. Zudem belastete Rhön die im Sommer geplatzte Übernahme durch den Gesundheitskonzern Fresenius.


Der Umsatz nahm hingegen im Zeitraum Juli bis September um 10,9 Prozent auf 732,2 Millionen Euro zu. Zu dem Anstieg trug erstmalig die Dr. Horst Schmidt Kliniken (HSK) in Wiesbaden bei, die bei Rhön seit Mai in der Bilanz steht.

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Neuer Vorstand soll an Strategie feilen

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