Quartalsergebnis
Air France KLM hält sich weit oben

Die französische Fluggesellschaft Air France KLM hat im Sommerquartal operativ mehr verdient als im Vorjahr und rechnet für das Geschäftsjahr weiterhin mit einem deutlichen Gewinnplus. Das Nettoergebnis sank im Vergleich zum Vorjahr, dies ist jedoch auf Sondererträge aus dem Vorjahr zurückzuführen.

HB PARIS. In den drei Monaten bis Ende September sei der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 7,8 Prozent auf 568 Mill. Euro gesteigert worden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Analysten hatten jedoch im Schnitt mit knapp 20 Mill. Euro mehr gerechnet. Der Nettogewinn ging im zweiten Geschäftsquartal mit 374 Mill. Euro dagegen nicht ganz so stark wie von Experten erwartet zurück. Hier hatte der Verkauf eines Reservierungssystems das Ergebnis im vergangenen Jahr aufgebläht.

Die umsatzstärkste Fluggesellschaft der Welt steigerte ihren Gewinn im Passagiergeschäft um knapp ein Fünftel auf rund 500 Mill. Euro. Dagegen führte besonders der Preisdruck in Asien zu einem kleinen Verlust im Frachtgeschäft. Die Kerosinkosten kletterten im Sommerquartal um fast ein Drittel auf 1,17 Mrd. Euro.

Air France KLM zeigte sich zuversichtlicher als in der Vergangenheit über die Einsparungen durch die Verschmelzungen von Air France mit KLM. Bereits ab diesem Geschäftsjahr dürften die Kosten 35 Mill. Euro geringer ausfallen als zuletzt erwartet.

Bei der am Morgen anstehenden Pressekonferenz erhoffen sich Branchenexperten vor allem Neuigkeiten zu der zukünftigen Beziehung zwischen Air France KLM und der angeschlagenen Alitalia. Air France KLM galt lange als möglicher Fusionskandidat, hat aber wiederholt einen Einstieg vor einer erfolgreichen Sanierung von Alitalia abgelehnt. Der italienische Ministerpräsident Romano Prodi sagte der Zeitung „Le Figaro“, er habe nun große Zweifel an einem möglichen Zusammenschluss. Er habe zwar immer Kontakte zwischen den beiden Gruppen unterstützt, würde aber gerne die wahren Absichten von Air France kennen. „Will es eine große europäische Luftfahrtgruppe schaffen, in der auch Italien seinen Platz hat, oder einfach nur den italienischen Markt abgreifen, der groß und sehr reich ist?“, fragte Prodi.

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