Quartalsgewinn verbucht
British Airways hebt Kerosinzuschlag an

Die zweitgrößte europäische Fluggesellschaft British Airways hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2004/05 wieder schwarze Zahlen geschrieben und die Analystenerwartungen übertroffen.

HB LONDON. Die Fluglinie verbuchte nach eigenen Angaben vom Montag einen Gewinn vor Steuern von 115 Mill. Pfund (rund 172 Mill. €) verglichen mit einem Verlust von 45 Mill. Pfund vor Jahresfrist. Die Konsensprognose lautete auf 100 Mill. Pfund. Im Vorjahr hatte die Gesellschaft unter den Folgen des Irak-Kriegs und der Lungenkrankheit SARS gelitten. Die Marktlage habe sich seit dem letzten Bericht nicht geändert, heißt es im Quartalsausweise weiter. Dem Umsatz bezifferte BA mit 1,9 Mrd. Pfund.

Für das Gesamtjahr erwartet British Airways einen Anstieg der Einnahmen um 2% bis 3%. Die Kosten für Treibstoff dürften um 225 Mill. Pfund über denen des Vorjahres liegen, führte CFO John Rishton aus. Vor dem Hintergrund der stetig steigenden Ölpreise werde British Airways den Kerosinzuschlag erhöhen. Vom 11. August an werde der Aufschlag auf Langstreckenflügen auf 6 (zuvor 2,50) Pfund je Ticket angehoben. Der Aufschlag werde etwa 70 Mill. Pfund der Kosten für Treibstoff decken. Bis März 2005 habe British Airways 72% der Ausgaben für Kerosin abgesichert. „Die Treibstoffpreise sind in den vergangenen Monaten um 45 % gestiegen, und unsere Treibstoffkosten werden voraussichtlich um 225 Mill. Pfund (338 Mio Euro) höher liegen als im vergangenen Jahr“, begründete BA-Finanzchef John Riston die Maßnahme.

British Airways erwartet im laufenden Jahr keine Gewinne aus dem Kurzstrecken-Geschäft. Es sei zwar noch sehr früh im Jahr, aber es dürfte hart werden, sagte CEO Rod Eddington am Montag nach Vorlage der Erstquartalszahlen. Mit den Kurzstrecken-Flügen werde aber wahrscheinlich kein Geld verdient, das sei klar, fügte er hinzu. Er verwies zur Begründung unter anderem auf den harten Wettbewerb mit den Billig-Airlines.

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