Quartalszahlen
Karstadt-Quelle weiter auf Talfahrt

Der angeschlagene Handelsriese Karstadt-Quelle AG hat auch im ersten Quartal deutliche Einbußen bei Umsatz und Gewinn hinnehmen müssen. Der Nettoverlust fiel stärker aus als erwartet.

HB ESSEN. Das Unternehmen teilte am Donnerstag mit, der Umsatz sei zwischen Januar und März auf 2,97 Mrd. Euro zurückgegangen. Auf vergleichbarer Basis ergibt sich ein Minus von 8,4 %. Wird das man das zum 1. Januar 2005 ausgegliederte Feinkostgeschäft berücksichtigt, hätte das Minus sogar 11,2 % betragen. Bei dieser Kennzahl waren von Reuters befragte Analysten im Schnitt von einem Minus von 12,1 % ausgegangen. Das Unternehmen litt insbesondere unter der schwachen Entwicklung im Versandgeschäft.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) brach im ersten Quartal um 37 % auf 56,6 Mill. Euro ein. Wegen bilanztechnischer Umstellungen betrug das angepasste Vorjahresergebnis 90 Mill. Euro. Bereinigt um Sondereinflüsse aus der laufenden Restrukturierung habe das Ebitda 73,4 Mill. Euro betragen, erklärte Karstadt-Quelle.

Unter dem Strich blieb der Verlust des angeschlagenen Konzerns nahezu unverändert bei 111,3 Mill. Euro nach Anteilen von Minderheitsgesellschaftern. Im Vorjahresquartal hatte der Quartalsverlust 110,27 Mill. Euro betragen. Von Reuters befragte Analysten hatten mit durchschnittlich 104 Mill. Euro einen geringeren Verlust erwartet.

Zu einem Wechsel von Karstadt-Quelle-Aufsichtsratschef Thomas Middelhoff auf den verwaisten Posten des Vorstandsvorsitzenden wollte sich das Unternehmen auch am Donnerstagmorgen nicht äußern. Ein Sprecher verwies auf eine Pressekonferenz am Mittag in Düsseldorf. Der Vorstandsvorsitz des Handelskonzerns ist seit Anfang April vakant. Christoph Achenbach hatte nach nur neun Monaten und harscher Kritik an seinem Führungsstil sein Amt niedergelegt. Seitdem koordiniert Finanzchef Harald Pinger den Vorstand.

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