Quartalszahlen
Nike verkauft mehr

Nike spürte bei den jüngsten Quartalszahlen wohl bereits die Vorfreude auf die WM in Brasilien. Der Rivale des deutschen Sportartikelherstellers Adidas warnte jedoch auch vor Währungsschwankungen in Schwellenländern.
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BeavertonSchuhe, Kleidung und Sportgeräte von Nike sind begehrt. Der US-Sportartikelhersteller konnte seinen Umsatz im dritten Geschäftsquartal (Dezember bis Februar) um 13 Prozent auf 7,0 Milliarden Dollar (5,1 Mrd Euro) hochschrauben.

Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft stieg ebenfalls, wie der Adidas-Rivale am Donnerstag am Sitz in Beaverton im Bundesstaat Oregon mitteilte.

Unterm Strich verdiente Nike jedoch 21 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum und kam auf 685 Millionen Dollar. Damals hatte der Verkaufserlös der Modemarke Cole Haan die Bilanz aufgebessert. Auch von der britischen Fußball-Marke Umbro hatte sich Nike getrennt.

Allerdings warnte Nike erheblichen Ergebnisbelastungen durch die Währungsturbulenzen in wichtigen Schwellenländern. Der Wertverlust einzelner Devisen in diesen aufstrebenden Volkswirtschaften im Vergleich zum US-Dollar werde sich negativ auf den Umsatz, die Bruttomarge und das Gewinnwachstum in dem im Juni beginnenden Geschäftsjahr auswirken, sagte Finanzchef Donald Blair.

Im laufenden Quartal würden zudem die Erlöse in China lediglich unverändert oder sogar etwas niedriger ausfallen. Das schürte Sorgen, dass der Adidas-Rivale Probleme hat, in dem Wachstumsmarkt nachhaltig Fuß zu fassen. Nike-Aktien büßten nachbörslich drei Prozent an Wert ein.

Zuletzt waren im Sog einer strafferen US-Geldpolitik die Währungen wichtiger Schwellenländer wie Brasilien, Indien und der Türkei unter Druck geraten. Nike erzielt etwa 30 Prozent seines Umsatzes in Schwellenländern, China sowie Ost- und Zentraleuropa.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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