Ravensburger
Umsatzplus dank Spielfiguren

Der schwäbische Spielehersteller Ravensburger setzt auf die Verbindung von bewährten Spielen und neuer Elektronik. Bald soll sogar das Smartphone mitspielen. Ein wichtiger Verkaufsfaktor bleibt allerdings das Wetter.
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StuttgartLöwen, Elefanten, Pferde und Katzen haben dem Spielehersteller Ravensburger im vergangenen Jahr ein Umsatzplus beschert. Seit Marktstart 2013 seien allein in Deutschland rund eine Million Tierfiguren der Serie Tiptoi erkauft worden, sagte Vorstandschef Karsten Schmidt am Donnerstag in Stuttgart. Die Figuren geben mit Hilfe eines elektronischen Stiftes Informationen über ihre Tierart und ihren Lebensraum preis.

Zudem setzt Ravensburger weiterhin verstärkt auf die Verbindung zwischen klassischen Spielen und virtuellen Welten. Unter dem Stichwort Smartplay wird beispielsweise ein Smartphone mit einem klassischen Brettspiel verknüpft: Mit einer speziellen App beobachtet das Handy das Spielbrett und reagiert auf die Handlungen der einzelnen Spieler. Die ersten Smartplays sollen im September 2014 auf den Markt kommen.

Rund ein Drittel seines Umsatzes erziele Ravensburger mit solchen Produktneuheiten, hieß es bei dem Unternehmen. 2013 stiegen die Erlöse der Gruppe um 8,7 Prozent auf 359 Millionen Euro, der Überschuss lag relativ konstant bei 33,2 Millionen Euro. „All die Diskussionen um die Eurokrise sind irgendwann vom Verbraucher als normal akzeptiert worden und er hat sich auch wieder ganz normal verhalten“, sagte Schmidt dazu.

Den größten Umsatzanteil erwirtschaftete mit 80 Prozent der Unternehmensbereich Spiele, Puzzles und Beschäftigung, zu dem auch die Tiptoi-Serie gehört. Dort stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 11,1 Prozent. Allerdings sei ein großer Teil davon auf den US-Spieleentwickler Wonder Forge zurückzuführen, an dem Ravensburger seit Ende 2012 beteiligt ist.

Für 2014 rechnet Vorstandschef Schmidt mit „keinen gewaltigen Wachstumssteigerungen.“ Das Jahr habe relativ schwierig begonnen, was unter anderem am Wetter lag. Ravensburger stelle vor allem Produkte für drinnen her, daher sei schlechtes Wetter prinzipiell gut für das Geschäft. Er gehe aber davon aus, das Ravensburger am Jahresende „über das Vorjahr herauskomme“, sagte Schmidt.

Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 1700 Mitarbeiter, rund 925 davon arbeiten am Standort in Ravensburg.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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