Reeder Bertram Rickmers
Krise ohne Ende

PremiumWeiter gegen die Verluste ansparen konnte die Rickmers Holding nicht: Der Reeder verkauft das Stammgeschäft der Familie und bangt um die Zukunft der Firma. Über politische und unternehmerische Fehlentscheidungen.

Hamburg, DüsseldorfWehmütig blickt Bertram Rickmers aus seinem Bürofenster Richtung Elbe, wo ein weißes Kreuzfahrtschiff vorbeizieht. In solch renditestarke Ausflugsdampfer hätte man investieren müssen, weiß der Hamburger Reeder. So wie es der italienische Wettbewerber Gianluigi Aponte, Gründer der Seefahrtsfirma MSC, getan hat. Doch nun ist es zu spät. „Dazu fehlt leider das Geld“, seufzt der 64-Jährige mit dem streng nach hinten gekämmten Haarschopf.

Der Alleininhaber der Hamburger Rickmers Holding, die 114 Frachtschiffe samt Crew an Liniendienste wie Hapag-Lloyd oder Maersk vermietet, ist in fünfter Generation Nachfahre einer Reederei- und Schiffsbauerfamilie, die einst von Helgoland nach Bremerhaven übersiedelte. Doch in einer...

 
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