Reeder Hermann Ebel: Aufgestiegen und gefallen

Reeder Hermann Ebel
Aufgestiegen und gefallen

PremiumAnleger gaben ihm fast zwei Milliarden Euro, er verdiente Millionen und zeigte sich als edler Spender. Doch nun ist der Schiffsfondsanbieter aus Hamburg insolvent. Zum Verhängnis wurde ihm jetzt eine Bürgschaft.

Erfolgreich, großzügig, insolvent. So lässt sich das Leben von Hermann Ebel, Hamburger Reeder und Schiffsfondsanbieter, kurz umschreiben. Ende vergangener Woche meldete der stets gebräunte und perfekt gekleidete 67-Jährige am Amtsgericht in Bremen Privatinsolvenz an. Nach Darstellung des vorläufigen Insolvenzverwalters Jan Wilhelm will Ebel damit den Weg bereiten für eine Einigung mit den Gläubigern.

Dass ein Hamburger seine Geschäfte über Bremen abwickelt, ist höchst ungewöhnlich, denn die Rivalität der beiden Hansestädte ist altbekannt. Ebel pflegt seit Jahren seinen Ruf als ehrbarer hanseatischer Kaufmann. Aber Hanseat ist er keineswegs. Er wurde in Amelinghausen bei Lüneburg geboren. Doch seine Verbundenheit mit Hamburg lässt er...

 
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