René Benko
Kaufhof-Bieter im Visier der Staatsanwälte

Die Staatsanwaltschaft in Wien ermittelt gegen den Kaufhof-Bieter René Benko wegen des Verdachts der Geldwäsche. Benko, der als Favorit im Bieterkampf um die Metro-Tochter gilt, spricht von einer Schmutzkübelkampkampage.
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WienÜber die Ermittlung berichtete die österreichische Tageszeitung „Die Presse“ am Freitag. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Österreichs Hauptstadt habe die Ermittlungen bestätigt. Zu den Details der Untersuchungen gegen den Tiroler Immobilien-Milliardär wollte sich die Sprecherin demnach nicht äußern. Die Strafermittler seien schon länger mit den Ermittlungen betraut und gingen keiner anonymen Anzeige nach. Die Wiener Staatsanwaltschaft sei im Besitz „großer Mengen“ von Unterlagen, die derzeit noch ausgewertet würden.

René Benko zeigte sich am Freitag von den Vorwürfen überrascht. Er habe zuvor noch nichts von den Ermittlungen gehört. Die Staatsanwaltschaft habe sich bei ihm noch nicht gemeldet. Der Kaufhof-Bewerber wies die Vorwürfe mit aller Entschiedenheit zurück. In seinem Unternehmen, der Immobilien-Holding Signa, seien alle Vorgänge transparent und nachvollziehbar. Das Unternehmen habe nichts zu verbergen.

Benko gilt als Favorit im Bieterkampf um die Metro-Tochter Kaufhof, die zum Verkauf steht. Mehr als zwei Milliarden Euro soll die deutsche Kaufhaus-Kette kosten. Benko wertete es als „Schmutzkübelkampkampage“, dass die Ermittlungen gegen ihn in der Schlussphase des Kaufhof-Bieterwettbewerbs auftauchten. Offensichtlich werde jetzt mit allen Mitteln um den Kaufhof gerungen.

Stefan Menzel ist beim Handelsblatt der Spezialist für die Automobilbranche.
Stefan Menzel
Handelsblatt / Korrespondent Automobilindustrie

Kommentare zu " René Benko: Kaufhof-Bieter im Visier der Staatsanwälte"

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  • Das ist für Benko kein Problem, weil österreichische Gerichte in oberster Instanz dem Ministerrat gegenüber weisungsgebunden sind und alle mit unter einer Decke stecken. In Österreich werden nach einiger Zeit, dann nämlich, wenn die Bürger sich beruhigt haben, frei gesprochen. Besonders die Verbrecher, dafür kriegt der Kleinganove hundert Jahre Knast!

  • Benko Immobilie in Wien hat zufällig gebrannt (Denkmalschutz und so ...)
    http://kurier.at/nachrichten/wien/4318376.php

  • Die Staatsanwältin soll erstmal ihre Akten zu Ende lesen, bevor Sie hier höchst rufschädliche Vermutungen äußert.

    Für uns Metro-Aktionäre steht endlich schließlich eine Sonderausschüttung von 2,4 Mrd. € im Raum, auf die wir lange warten mussten.

    Außerdem gilt die Unschuldsvermutung - und der Metro CFO Koch hat mit den Banken geprüft und nichts gefunden.

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