Richard Lutz tritt an
„Nicht alle Probleme der Bahn lösen sich in Luft auf“

Der neue Bahnchef Richard Lutz verkündet die Trendwende: Dem Staatskonzern ist 2016 die Rückkehr in die schwarzen Zahlen gelungen, so viele Passagiere wie nie fuhren mit IC und ICE. Trotzdem bleiben Baustellen.
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BerlinDie Bahn sieht sich mit dem neuen Konzernchef Richard Lutz wieder in der Spur und will dieses Jahr sowohl mehr Gewinn als auch besseren Service liefern. „Wir haben die Trendwende geschafft“, verkündete Lutz am Donnerstag bei der Vorstellung der Bilanz 2016. Danach ist der Staatskonzern mit einem Betriebsgewinn von fast zwei Milliarden Euro aus der Krise gefahren. Nach Zinsen und Steuern blieben gut 700 Millionen Euro, nachdem 2015 noch ein Milliarden-Verlust anfiel.

Zudem fuhren – angelockt durch Sonderpreise – trotz Fernbus-Konkurrenz so viele Passagiere wie nie mit IC und ICE. Die Pünktlichkeit lag bei fast 80 Prozent und soll 2017 dies übertreffen. Zugleich wird ein Plus beim Betriebsgewinn auf über 2,1 Milliarden Euro von Lutz erwarte. „Wir haben einen sehr ordentlichen Start 2017 hingelegt und dabei den Rückenwind aus 2016 mitgenommen.“

Der Aufsichtsrat hatte Lutz erst Mittwoch zum Nachfolger von Rüdiger Grube ernannt, der den Konzern im Streit um seine Vertragsverlängerung verlassen hatte. Der 52-Jährige ist seit 1994 bei der Bahn und seit 2010 Finanzvorstand. Diese Position behält er zunächst.

Lutz zeigte sich nur zufrieden mit den Geschäftszahlen, er machte auch besseren Service aus und spüre Aufbruchsstimmung im Unternehmen. „Unsere Mitarbeiter haben sich auf die Jagd nach jeder verlorenen Minute gemacht.“ Dennoch blieben eine Reihe von Baustellen: „Ich verspreche nicht, dass sich jetzt alle Probleme bei der Bahn in Luft auflösen.“

Der Ehrenvorsitzende des Fahrgastverbands Pro Bahn, Karl-Peter Naumann, sagte zur Bilanz der Bahn: „Die Richtung stimmt, aber man ist noch nicht am Ziel.“ Er verlangte mehr Ehrgeiz bei der Pünktlichkeit und dass das Bemühen um eine bessere Information der Kunden nicht nachlasse. Die Bahn brauche aber auch mehr Unterstützung aus dem Bundesverkehrsministerium.

Dass nicht alles rund läuft bei der Bahn, zeigt zum einen, dass der Umsatz mit 40,6 Milliarden Euro im vergangenen Jahr stagniert hat. Zudem kann die Bahn ihre Investitionen trotz des Gewinns weiter nicht aus eigenen Mitteln finanzieren. Die Schulden würden so auf fast 19 Milliarden Euro steigen, sagte Lutz. „Wir glauben, dass wir bei der Eisenbahn in Deutschland auf Angriff spielen müssen.“ Das bedeute, zu wachsen und zu investieren. Über Anleihen wolle das Unternehmen bis zu zwei Milliarden Euro einsammeln, die ersten Tranchen möglicherweise schon vor der Sommerpause.

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Internationales Geschäft bleibt Stütze

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  • Lutz: „Ich werde meine Arbeit zu 150 Prozent machen“

    Meint er damit 150% Gehalt für die gleiche Arbeit?
    Ein Schelm......

  • Die Deutsche Bahn war und bleibt ein Fass ohne Boden...der Deutsche Steuerzahler subventioniert seid Jahren die Deutsche Bahn.

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