Rückzug von Konzernspitze im Mai
Adecco-Chef für Mindestlohn von vier Euro für Zeitarbeiter

Klaus Jacobs, Chef des weltgrößten Zeitabeitsunternehmens Adecco, schlägt einen Mindestlohn von vier Euro in seiner Branche vor. „Das ist eine Zielgröße mit der wir leben könnten“, sagte Jacobs dem Handelsblatt.

ZÜRICH. Allerdings dürfe der Mindestlohn nur Bestandteil eines Pakets sein, das die Bunderregierung zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit verabschieden müsse. Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) hatte vor kurzem Sympathien für einen Mindestlohn in Höhe von sieben Euro erkennen lassen.

Adecco ist durch Übernahme des Führungskräftevermittlers DIS, die demnächst abgeschlossen ist, in Deutschland zur Nummer zwei hinter dem Konkurrenten Randstad und vor Manpower aufgerückt. Die DIS-Manager sollen auf der Generalversammlung der Schweizer Adecco am 23. Mai nach dem Willen von Jacobs ihn ablösen und das Ruder bei Adecco übernehmen. Er selbst will dann noch ein Jahr an der Verwaltungsratsspitze des Unternehmens bleiben, bevor ihn Jürgen Dormann ablösen soll. Dormann ist derzeit Verwaltungsratspräsident bei ABB.

Adecco hat am Donnerstag sein Ergebnis für 2005 bekannt gegeben. Mit einer Gewinnsteigerung von 37 Prozent auf 453 Mill. Euro übertraf das Unternehmen zwar die Analystenerwartungen, legte jedoch nach Jacobs Meinung „kein befriedigendes Ergebnis" vor. Insbesondere das vierte Quartal im wichtigen französischen Markt lief schlecht.

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