Sanierung
Strenesse stellt Insolvenzantrag

Es nicht mehr anders: Der Modehersteller Strenesse stellt einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung. Das Familienunternehmen hofft, sich so sanieren zu können. Das Geschäft geht weiter.
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NördlingenDer Modehersteller Strenesse hat nach hohen Verlusten einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Grund für diesen Schritt seien drückende Altlasten, die die Sanierung behinderten, teilte das Unternehmen am Mittwoch im bayerischen Nördlingen mit. Der Geschäftsbetrieb gehe aber weiter. Das Nördlinger Amtsgericht bestätigte, dass das vorläufige Insolvenzverfahren angeordnet wurde.

Strenesse befindet sich bereits seit langem in finanziellen Schwierigkeiten und stand erst im Februar vor der Zahlungsunfähigkeit. Damals hatten die Inhaber einer Zwölf-Millionen-Euro-Schuldverschreibung entschieden, dass der Modehersteller drei Jahre Luft bekommt und das Geld erst 2017 zurückzahlen muss. Strenesse hat mehr als 350 Beschäftigte.

Bei einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsleitung des Unternehmens im Amt, ihr wird allerdings ein sogenannter Sachwalter von außen zur Seite gestellt. Die alte Geschäftsführung behält damit große Teile der Verfügungsgewalt. Zugleich ist die Firma aber vor Vollstreckungen und Zwangsmaßnahmen von Gläubigern geschützt. Ziel ist dabei in der Regel eine Sanierung, nicht die Abwicklung. Bekannte Unternehmen wie etwa der Fernsehhersteller Loewe haben diesen Weg beschritten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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