Schiffsverschrottung deutscher Reeder
Das schmutzige Ende einer Seefahrt

PremiumKein Land verschrottet seine Schiffe an den Stränden der Dritten Welt verantwortungsloser als Deutschland. Nun protestiert sogar die Uno. Das ruhmlose Ende von 100 Schiffen wirkt wie ein Sinnbild der deutschen Seefahrt.

DüsseldorfSie liest sich wie die VIP-Übersicht beim noblen Eisbeinessen der Vereinigung Hamburger Schiffsmakler: die schwarze Liste der Brüsseler Umweltorganisation „Shipbreaking Platform“. Die Charterreederei Rickmers ist auf ihr zu finden ebenso wie der Wettbewerber Peter Döhle oder die traditionsreiche Reederei F. Laeisz. An vorderster Stelle ziert die Liste der Schiffseigner die Hansa Treuhand, deren Vorstand Hermann Ebel gerade um den Firmenerhalt kämpft.

Nur dass es diesmal um weitaus Unappetitlicheres geht als knuspriges Eisbein. Das vor wenigen Tagen veröffentlichte Papier nennt Reeder beim Namen, die ausgediente Frachter an den Stränden Bangladeschs, Indiens und Pakistans verschrotten lassen.

In den hanseatischen Reederei-Kontoren galt...

 
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