Schwedischer Möbelkonzern
Ikea gibt Umsatzverdopplung auf

Der Möbelkonzern Ikea sieht nach zuletzt gemächlichem Wachstum ein, dass eine Verdoppelung des Umsatzes bis 2020 nicht zu stemmen ist. Das liegt vor allem am Geschäft in Südeuropa – in Deutschland sieht es anders aus.
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StockholmDer schwedische Möbelkonzern Ikea hat sich von dem Plan verabschiedet, seinen Umsatz bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln. „Unser Ziel hat sich als zu ehrgeizig herausgestellt“, sagte der Chef der Muttergesellschaft Ingka Holding, Göran Grosskopf, der schwedischen Tageszeitung „Dagens Industri“ vom Dienstag. Die Umsätze hätten sich nicht so schnell entwickelt wie erwartet.

Ikea hatte sich vorgenommen, den Umsatz des Geschäftsjahrs 2012/2013 bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln. Dass dieses Ziel nun aufgegeben wird, liege in erster Linie an der schleppenden Entwicklung der Weltwirtschaft, sagte Grosskopf. „Insbesondere die Entwicklung in Südeuropa ist sehr weit von unseren Erwartungen entfernt.“

Für Deutschland hatte der Möbelkonzern im Handelsblatt jüngst erst ehrgeizigere Ziele formuliert. „Wir haben in Deutschland einen Marktanteil von 13 Prozent. 25 Prozent sind realistisch“, sagte Peter Betzel, seit September 2011 Geschäftsführer von Ikea Deutschland.. Dafür veranschlagt Betzel einen Zeitraum von acht bis zehn Jahren.

Große Hoffnung setzt Ikea neben der Eröffnung weiterer Einrichtungshäuser – Betzel sieht hierzulande Potenzial für 20 bis 25 Standorte zusätzlich zu den 46 bestehenden – auf den Online-Handel. Noch ist das Niveau bescheiden: Im Geschäftsjahr 2012/2013 (Ende August) setzte Ikea 3,99 Milliarden Euro in Deutschland um, davon nur 92 Millionen Euro im Internet.

Für das Geschäftsjahr, das Ende August 2013 abgeschlossen wurde, hatte Ikea weltweit einen Umsatz von 27,9 Milliarden Euro bekanntgegeben. Das war eine Steigerung von lediglich 3,1 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr. Von Mitte 2011 bis Mitte 2012 waren die Umsätze des Möbelunternehmens noch um 9,8 Prozent gewachsen. Ikea hat 303 Möbelhäuser in 26 Ländern und beschäftigt weltweit rund 139.000 Menschen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
Kirsten Ludowig
Kirsten Ludowig
Handelsblatt / Stellvertretende Ressortleiterin Unternehmen & Märkte

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