Sinkende Gewinnmargen beim Billigfluganbieter
Ryanair erwartet sinkende Ticketpreise

Trotz eines Gewinnsprungs im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2003/2004 (zum 31. März) leidet die irische Billigfluglinie Ryanair zunehmend unter sinkenden Gewinnmargen.

Reuters DUBLIN. „Wir gehen davon aus, dass die Renditen in diesem Finanzjahr zehn bis 15 Prozent unter denen des Vorjahres liegen werden“, erklärte Ryanair-Chef Michael O'Leary am Dienstag in Dublin.

Verantwortlich dafür sei ein ganzes Bündel von Gründen: der Start von 50 neuen Routen, die Schwäche des Pfund Sterling gegenüber dem Euro sowie billigere Flugpreise. Der Gewinn nach Steuern von Ryanair stieg im Quartal zum 30. Juni bereinigt um die Integrationskosten der niederländischen Billigfluglinie Buzz um zwölf Prozent auf 43,8 Millionen Euro und entsprach damit den Erwartungen der Analysten. Der Umsatz erhöhte sich um 26 Prozent auf 245,2 Millionen Euro.

Im ersten Geschäftsquartal sei der durchschnittliche Ticketpreis um 14 Prozent zurückgegangen, hieß es weiter. Für das Gesamtjahr geht die Ryanair Holdings Plc weiter davon aus, dass die Preise wegen des anhaltenden Wettbewerbs der Billigflugbranche um 10 bis 15 Prozent im Jahresvergleich sinken dürften.

Bereits im ersten Quartal seien die Gewinnmargen um 14 Prozent gefallen, erklärte Ryanair. Die Auslastung der Maschinen sei in diesem Zeitraum um fünf Prozent auf 78 Prozent zurückgegangen. In den vergangenen zwei Jahren hatten Billigfluglinien regelmäßig besser abgeschnitten als die großen nationalen Fluggesellschaften wie etwa British Airways.

Analysten warnen allerdings seit einiger Zeit davor, dass die Billiganbieter im Kampf um Marktanteile zu stark expandieren und deshalb Flugtickets zu noch billigeren Preisen anbieten müssen, um die überzähligen Sitze überhaupt zu füllen. Dadurch geraten die Gewinnmargen unter Druck.

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