Spanier springen bei Tui ab
WestLB prüft angeblich neue Angebote für Tui-Beteiligung

Die Pläne, die Tui-Beteiligung an spanischer Interessenten zu verkaufen, sind gescheitert. Nun hat die WestLB offenbar weitere Angebote für das Aktienpaket des deutschen Reiseriesen erhalten.

ek/cd/vwd DÜSSELDORF. Es hätten sich zusätzlich mehrere neue Interessengruppen gemeldet, sagte ein Bankensprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Zum Teil hätten die Gruppen auch Angebote abgegeben, die jetzt geprüft würden. Die Bank äußert sich nicht zu den Interessengruppen und zur Höhe der Angebote.

Der geplante Verkauf der TUI-Beteiligung erfolgt nach weiteren Angaben der Bank "ohne Zeitdruck". Die Veräußerung könnte im laufenden oder im kommenden Jahr erfolgen. Auf jeden Fall würde das Paket nicht "unter Wert" verkauft.

Eigentlich hatte Ein Konsortium um den kanarischen Hotelkonzern Lopesan und die ebenfalls auf den Kanaren ansässige Baufirma Satocan hatte von der WestLB deren zum Verkauf stehenden 31,3-Prozent Anteil an Europas größtem Touristikkonzern übernehmen wollen. Sie hatte namhafte spanische Banken als Investoren gewonnen. Doch bereits Anfang der Woche verlautete aus Verhandlungskreisen, dass die Verkaufsgespräche ins Stocken geraten waren.

Der Deal würde kaum noch – wie beabsichtigt – dieses Jahr abgeschlossen. Die WestLB streute inoffiziell die Nachricht, es gebe weitere Interessenten für das Kauf des rund 900 Mill. Euro teuren Pakets. Verhandlungsergebnisse seien aber nicht mehr in diesem Jahr zu erwarten. Ein Sprecher hatte dies indirekt bestätigt: Man werde den Kauf nicht übers Knie brechen.

In der Reisebranche hatte das Interesse der Spanier an der Tui eher Kopfschütteln ausgelöst. Es sei von dem Bestreben geprägt, mehr deutsche Urlauber in spanische Hotelbetten zu bringen. Denn in Spanien wird mit Sorge beobachtet, dass viele Feriengäste zu anderen Sonnenzielen rund um das Mittelmeer abwandern. Dieser Trend könne kaum durch eine Tui-Beteiligung gestoppt werden, sondern durch Verbesserungen bei Preis und Leistung, sagen Touristiker.

Quelle: Handelsblatt

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