Spirituosen-Konzern
Benimmregeln setzen Cointreau und Diageo zu

Das Geschäft floriert, der Alkohol fließt – zumindest in Amerika. In Westeuropa hingegen hat der Umsatz des Spirituosen-Konzerns Diageo nachgegeben. Konkurrent Cointreau setzen vor allem neue Benimmregeln in China zu.
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London/ParisDie Folgen der Euro-Schuldenkrise trüben die ansonsten gute Stimmung beim weltgrößten Spirituosen-Konzern Diageo. Während der britische Hersteller von Johnnie-Walker-Whisky und Smirnoff-Wodka nach Angaben vom Donnerstag den Umsatz in seinen anderen Märkten teils kräftig steigern konnte, gab er in Westeuropa um 1,1 Prozent nach.

Insgesamt legten die Erlöse im abgelaufenen Quartal bis Ende September dank florierender Geschäfte in Nord-, Mittel- und Südamerika um drei Prozent zu. Für Katerstimmung sorgte dagegen das Geschäft in China, das nur minimal zulegte.

Hier bereiten auch dem französischen Rivalen Remy Cointreau neben der Konjunkturabkühlung verschärfte Benimm-Regeln für Funktionäre und Behördenvertreter bei der Annahme von Geschenken im Kampf gegen Korruption Kopfschmerzen. Viele Großhändler sitzen daher noch auf vollen Lagern.

Der vor allem für seinen Cognac bekannte Konzern musste deswegen in seinem zweiten Geschäftsquartal sogar einen Umsatzrückgang von 5,3 Prozent hinnehmen und rechnet auch in den nächsten Monaten nicht mit einer Erholung. Dagegen lief es für das Unternehmen in Europa etwas besser, wo das Geschäft leicht zulegte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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