Spirituosenkonzern
Berentzen kann auch ohne Alkohol

Bei Berentzen steigt die Bedeutung des Geschäfts mit alkoholfreien Getränken. Der Spirituosenkonzern schwenkt vom stagnierenden Alkoholika-Markt auf Saft und Limo um. Ein Fruchtsaftanbieter soll dabei helfen.
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HaselünneBeim emsländischen Spirituosenhersteller Berentzen zeigt der Umbau Wirkung. Weil der Markt für Spirituosen stagniert, setzt das Unternehmen immer stärker auf das Geschäft mit alkoholfreien Getränken. Im ersten Halbjahr 2015 sorgte der neu erworbene Frischsaftanbieter Citrocasa für ein Plus beim Umsatz sowie Ergebnis, wie Berentzen am Donnerstag in Haselünne mitteilte.

Die Dachmarken des Unternehmens sind bisher Berentzen und Puschkin-Wodka. Berentzen hat schwierige Jahre hinter sich mit Verlusten, einem Eigentümerwechsel und einer Neuausrichtung.

Die Konzernerlöse ohne Branntweinsteuer stiegen in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,3 Prozent auf 75,6 Millionen Euro, das Betriebsergebnis von 1,0 auf 2,5 Millionen Euro. Der Gewinn unterm Strich allerdings sank um mehr als die Hälfte auf 1,2 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte Berentzen wegen der Trennung vom langjährigen Konzessions-Partner Pepsi eine Einmalzahlung erhalten.

Im Inlandsgeschäft mit Markenspirituosen mussten die Dachmarken „Berentzen“ und „Puschkin“ einen Absatzrückgang hinnehmen. Als Grund nannte das Unternehmen die Fußball-WM; die im Vorjahr für einen Sondereffekt gesorgt habe. Im Segment Frischsaftsysteme stand ein deutliches Absatzplus. Fruchtpressen und Orangen legten um 26,4 Prozent beziehungsweise 16,7 Prozent zu. Das Geschäft mit alkoholfreien Getränken wurde von der Umstellung der Konzession von Pepsi auf Sinalco im Gastronomie-Bereich belastet. Der Absatz regionaler Mineralwasser und Limonaden dagegen blieb konstant.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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