Sportartikelhersteller
Puma verhagelt Konzernmutter die Bilanz

Das Geschäft mit Luxusgütern floriert, das mit Sportartikeln nicht: Puma ist das Sorgenkind seiner französischen Konzernmutter Kering, die mit einem guten Umsatzplus auf hohem Niveau über die Schwäche der Tochter klagt.
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ParisDie Umsatzschwäche beim Sportartikelhersteller Puma hat der französischen Konzernmutter Kering die Bilanz verdorben. Der Gesamtumsatz stieg im zweiten Quartal zwar um 5,2 Prozent auf 2,31 Milliarden Euro, wie der Luxus- und Lifestyle-Konzern am Donnerstag mitteilte. Eine stärkere Zunahme der Erlöse sei aber durch die mauen Geschäfte bei Puma verhindert worden. Der Handel mit Luxusgütern florierte dagegen. Hier verbuchte Kering ein Plus von 9,4 Prozent nach einem Zuwachs von 6,4 Prozent im Vorquartal. Für die zweite Jahreshälfte rechnet der Pariser Konzern mit einer Fortsetzung des positiven Trends in diesem Geschäft. Den Betriebsgewinn im ersten Halbjahr bezifferten die Franzosen mit 842,7 Millionen Euro.

Der angeschlagene Puma-Konzern, der wie die Marken Gucci, Bottega Veneta oder Yves Saint Laurent zu Kering gehört, ist das Sorgenkind der Franzosen. Rabattschlachten, Europas Wirtschaftskrise, der Konkurrenzkampf in China und ungünstige Wechselkurse belasteten das Unternehmen im zweiten Quartal unerwartet stark. Die Umsätze fielen auf 692 Millionen Euro – währungsbereinigt war das ein Rückgang um vier Prozent.

Beim französischen Weltmarktführer für Luxusgüter, LVMH, florierten die Geschäfte dagegen ebenfalls. Der Gewinn stieg im ersten Halbjahr um zwei Prozent auf 2,71 Milliarden Euro. Das Umsatzwachstum des Anbieters von Louis-Vuitton-Taschen, Moet-Champagner und Hennessy-Cognac betrug sechs Prozent auf 13,7 Milliarden Euro. Starken Absatz fanden Lederwaren und Bekleidungsartikel. Auch die Kosmetika-Sparte schlug sich gut.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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