Sportkonzern wächst rasant
Frauen stehen auf Puma

Der Sportkonzern Puma steht so gut da wie seit Jahren nicht mehr. Vor allem die Schuhe des fränkischen Labels sind weltweit gefragt. Das liegt nicht zuletzt an den weiblichen Stars, die für Puma werben.
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MünchenBjörn Gulden ist ein eher zurückhaltender Mensch, wie Norweger halt so sind. Daher ist es nicht weiter überraschend, dass er den Aufschwung bei Puma nüchtern betrachtet. „Wir hatten ein weiteres positives Quartal“, sagte der Chef der fränkischen Sportmarke am Mittwochmorgen, als er die jüngsten Zahlen präsentierte.

In Wahrheit läuft es bei Puma glänzend. Der Sportkonzern aus Herzogenaurach ist so gut in Form wie seit Jahren nicht mehr. Im zweiten Quartal schoss der Umsatz um rund 17 Prozent auf 969 Millionen Euro in die Höhe. Der Gewinn kletterte im Vergleich zum Vorjahr von knapp zwei auf 22 Millionen Euro.

Trotzdem bleibt Gulden auf dem Boden. „Wir feiern das nicht als großen Erfolg“, meinte der 52-Jährige in einer Telefonkonferenz. Schließlich gebe es nach wie vor viel zu tun: „Wir müssen uns weiter verbessern.“

Fakt ist aber: Die Shirts und Shorts und insbesondere die Turnschuhe der Marke mit der Raubkatze sind weltweit gefragt. Vor allem Frauen greifen immer häufiger zu den Puma-Artikeln. Das liegt nicht zuletzt an Stars wie der Schauspielerin Cara Delevingne oder dem amerikanischen Model Kylie Jenner, die Gulden unter Vertrag genommen hat. Darüber hinaus wirbt auch die Sängerin Rihanna für das Label.

Besonders bemerkenswert: Puma hat überall auf der Welt höhere Umsätze erzielt. Der größte Wachstumsbringer sind derzeit die Schuhe; der Umsatz dieser Kategorie kletterte um fast 30 Prozent, sie steht für die Hälfte vom Umsatz.

Bereits vergangene Woche hatte Gulden die Jahresprognose nach oben geschraubt, zum zweiten Mal dieses Jahr. Der ehemalige Profi-Fußballer rechnet jetzt mit einem Umsatzplus von bis zu 14 Prozent. Zuvor hatte der Skandinavier etwa zehn Prozent in Aussicht gestellt. Auch der Überschuss werde höher ausfallen als zunächst geplant. Im Frühjahr hatte Gulden noch einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von maximal 200 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Nun könnten es sogar 215 Millionen werden.

Die Neuausrichtung von Puma zahlt sich damit voll aus. Vor vier Jahren ist der Manager angetreten, der matten Marke wieder Glanz zu verschaffen. Mit viel Geduld und hohen Investitionen ist ihm das nun gelungen. Zum Vergleich: Der Umsatz im abgelaufenen Quartal lag etwa 300 Millionen Euro über dem Frühjahr 2013, als Gulden antrat. Das Ebit hat sich um zwölf Millionen Euro verbessert. „Wir wussten, dass wir Schritt für Schritt vorgehen müssen“, betonte Gulden am Mittwoch.

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