Spott für United Airlines
„Drag and drop“

Die Empörung über den brutalen Umgang mit einem United-Airline-Passagier ebbt in den sozialen Netzwerken nicht ab. Im Gegenteil: Nach Boykottaufrufen folgt nun viel Spott – und nicht ganz ernst gemeinte PR-Tipps.
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DüsseldorfNach dem gewaltsamen Rauswurf eines Fluggasts aus einer United-Airlines-Maschine kursierten in den sozialen Netzwerken vor allem Boykott-Aufrufe gegen die Airline. Die US-Fluggesellschaft hatte am Sonntag einen Passagier gewaltsam aus einer Kabine entfernen lassen, weil das Flugzeug überbucht war. Videos von dem Vorfall zeigten, wie Sicherheitsleute den Mann über den Boden des Kabinengangs zum vorderen Ausgang des Flugzeuges ziehen.

Unter dem Hashtag #boycottunited machten viele Nutzer im Internet ihrem Ärger Luft. Doch inzwischen finden sich auch viele Tweets, die sich über das Unternehmen lustig machen.

Dieses Update einer United-App gibt es nicht wirklich, auch wenn dies einige Nutzer vielleicht glaubten. Geteilt wurde es dennoch bereits mehr als 68.000 Mal:

Mit dem Hashtag #NewUnitedAirlinesMottos sind zahlreiche Vorschläge versehen, wie der Unternehmensslogan dem aktuellen Image angepasst werden könnte.

Inzwischen haben auch andere Fluggesellschaften in den sozialen Netzwerken gekontert und den Shitstorm genutzt, um sich ironisch zu positionieren. So zum Beispiel Emirates oder Royal Jordanian. Die jordanische Fluggesellschaft spielt mit dem Wort „drag“ (ziehen). Emirates bezieht sich auf ein älteres Zitat von United-Chef Oscar Munoz.

Auf Instagram sammelt die Seite 9gag witzige Videos und Animationen. Kurze Clips zu United haben gerade Hochkonjunktur: Sie zeigen, wie sich Passagiere auf einen Flug mit der Airline vorbereiten sollten - sicher ist sicher.

Get ready captain fistfight. 👊Follow @9gag - - - #9gag #brucelee #unitedairlines

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It's the eye of united, it's the thrill of the flight. Follow @9gag #9gag #rocky #unitedairlines

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Selbst die Polizei Hamburg hat sich zu einem humoristischen United-Tweet hinreißen lassen:

United-Chef Munoz entschuldigte sich am Dienstag doch noch einmal, nachdem er zuvor mitgeteilt hatte, dass er ausdrücklich hinter seinen Mitarbeitern stehe und dafür kritisiert wurde. Aber auch für die nächste Stellungnahme wurde er kritisiert, weil er das Wort „reaccomodate“, auf deutsch so viel wie „umquartieren“ nutzte, um zu beschreiben, was dem Passagier widerfuhr.

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