Standardbrief und Postkarte bleiben im Preis gleich
Post senkt das Porto und kaum einer merkt's

Die Deutsche Post senkt bei Briefen, auf die sie ein Monopol hält, die Preise um 0,2 Prozent. Unterm Strich erwartet sie dadurch Mindereinnahmen von 30 Millionen Euro. Für die meisten Kunden ändert sich aber nichts. Manche müssen sogar draufzahlen.

HB DÜSSELDORF. Die Bundesnetzagentur habe die von der Post beantragten Preise für Briefsendungen für das Jahr 2006 genehmigt, teilte die Deutsche Post am Mittwoch in Bonn mit. Dadurch soll vom 1. Januar an das Porto für den Kompaktbrief um 5 Cent auf 0,90 Euro sinken. Der Infobrief verbilligt sich beim Standardformat um 12,5 Prozent auf 0,35 Euro und beim Kompaktformat um 6,3 Prozent auf 0,75 Euro.

Die Preise für die Ertragsbringer Standardbrief und Postkarte bleiben dagegen mit 0,55 Euro und 0,45 Euro stabil. Beim Großbrief werden die Kunden dagegen mehr zahlen müssen: Hier verlangt die Post künftig 1,45 Euro statt 1,44 Euro. Auch Sendungen ins europäische Ausland verteuern sich: Der Standardbrief kostet hier künftig 0,70 Euro statt 0,55 Euro. Kompaktbriefe schlagen mit 1,00 Euro zu Buche - 5 Cent mehr als noch 2005.

Einschließlich des neuen Preiskonzepts für den Auslandsbrief ergäben sich Einsparungen für die Kunden von rund 30 Millionen Euro. Die Post verliert in gleicher Höhe an Umsatz. Dies dürfte sich auch stark auf das operative Ergebnis des Brief-Bereichs im kommenden Jahr auswirken.

Die Post ist auf Grund ihres Monopols in großen Teilen des Briefmarkts gezwungen, Preisvorschläge bei der Regulierungsbehörde einzureichen. Diese orientieren sich generell an Produktivitätsfortschritten im Konzern und der Inflationsrate. Für 2005 hatte sich unter dem Strich eine Absenkung von 0,7 Prozent ergeben. Die Post war auf Grund dessen von einem Umsatzminus von rund 50 Millionen Euro ausgegangen. Die Folgen der vergangenen Portosenkungen hatte die Post aber durch das Sparprogramm Star auffangen können, das noch bis Ende Jahr 2005 läuft.

Für 2005 rechnet der Bonner Konzern mit einem operativen Gewinn von mindestens 3,6 Milliarden Euro. Gewinn und Dividende sollten auch 2006 zulegen, hatte Post-Chef Klaus Zumwinkel in einem Interview angekündigt.

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