Starke Konkurrenz
Rabattschlacht bremst H&M aus

Der schwedische Billigtextilhändler H&M musste kurz vor Weihnachten die Preise senken, um gegen Primark und Zara zu bestehen. Der Umsatz leidet unter der Rabattschlacht. Nun sollen neue Filialen eröffnet werden.
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StockholmDer schwedische Textilhändler Hennes & Mauritz (H&M) hat im Geschäftsjahr 2012/2013 nicht so stark zugelegt wie erhofft. Gründe waren die starke schwedische Krone und Rabattaktionen, wie das Unternehmen am Donnerstag in Stockholm mitteilte. Mit dem Start ins laufende Jahr zeigte sich Europas zweitgrößter Modehändler zufrieden. „Das aktuelle Geschäftsjahr hat gut begonnen“, erklärte Vorstandschef Karl-Johan Persson. Im Dezember und Januar seien die Verkäufe stark gewesen.

Im Ende November abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz um sechs Prozent auf 128,6 Milliarden schwedische Kronen (14,6 Milliarden Euro). Der Gewinn wuchs um knapp zwei Prozent auf 17,2 Milliarden Kronen. Analysten hatten mit mehr gerechnet. In Deutschland, wo die Schweden rund ein Fünftel ihrer Erlöse erzielen, kletterte der Umsatz im abgelaufenen Jahr um drei Prozent. Die Dividende wollen die Schweden mit 9,50 Kronen je Aktie stabil halten. Analysten sind von dem Ergebnis dennoch enttäuscht.

Auch die Marge von H&M sank im vergangenen Geschäftsjahr auf 59,1 Prozent (Vorjahr: 59,5 Prozent). H&M hatte vor Weihnachten die Preise gesenkt, um sich im Wettbewerb mit schneller wachsenden Anbietern wie Inditex (Zara) und Primark behaupten zu können. Inditex hatte H&M bereits 2006 als größter Bekleidungshändler Europas überholt und schlug die schwedische Modekette beim Umsatzwachstum in den vergangenen drei Jahren. Primark hatte im Januar ein Plus von 14 Prozent beim Quartalsumsatz vorgelegt.

Im vergangenen Jahr hatte H&M mit dem Online-Verkauf in den USA begonnen, die Kette & Other Stories eröffnet und in Länder wie Chile expandiert. Im Geschäftsjahr 2014 sollen insgesamt 375 neue Läden eröffnet werden, 2013 waren es 356. Für dieses Jahr geplant ist auch die Expansion nach Australien und auf die Philippinen, zudem soll der Online-Verkauf in vier “großen” Märkten, darunter Frankreich, gestartet werden. H&M betreibt nach eigenen Angaben 3132 Filialen in 53 Ländern.

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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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