Starker Euro belastet
Pharmahändler Celesio bleibt auf Kurs

Negative Wechselkurseffekte haben das Wachstum von Umsatz und Gewinn beim Stuttgarter Pharmahändler Celesio in den ersten neun Monaten begrenzt. Für das Gesamtjahr 2003 gibt sich der europäische Marktführer gleichwohl zuversichtlich.

HB STUTTGART. Das Ergebnis vor Steuern habe sich trotz der Belastungen durch die deutsche Gesundheitsreform um 6,4 Prozent auf 258,6 Millionen Euro verbessert, teilte Celesio mit. Ohne Einflüsse von Wechselkursen wäre der Vorsteuergewinn um 11,3 Prozent gestiegen. Knapp zwei Monate vor dem Ende des Geschäftsjahres fasste Celesio die Ergebnisprognose für 2003 genauer: Um alle Währungseffekte bereinigt werde der Gewinn vor Steuern um zehn bis zwölf Prozent wachsen. Bisher hatte Celesio von „mehr als zehn Prozent“ gesprochen.

„Die starke Ertragsentwicklung in weiten Teilen des Konzerns und die in Deutschland eingeleiteten Sparmaßnahmen, mit denen wir den einschneidenden staatlichen Eingriffen in das deutsche Gesundheitssystem begegnen, erlauben uns einen optimistischen Ergebnisausblick“, erläuterte Vorstandschef Fritz Oesterle. Celesio ist in elf europäischen Ländern vertreten und damit Marktführer vor der Mannheimer Phoenix Pharmahandel. Der Konzernumsatz soll nach Oesterles Vorstellungen bereinigt um Sondereffekte und Währungsbelastungen 2003 um vier Prozent zulegen. In den ersten neun Monaten stagnierte der Umsatz bei 13,6 Milliarden Euro, nach dem ersten Halbjahr hatte er noch 0,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen. Ohne Einfluss von Währungs- und Sondereffekten sei er von Januar bis September um 4,8 Prozent gewachsen, hieß es.

Stark verbessert zeigte sich Celesio erneut im Einzelhandel. Mit den eigenen Apotheken verdiente der Konzern 58,0 Millionen Euro, die Umsatzrendite sprang dank höherer Umsätze und Margen auf 3,00 von 2,48 Prozent. Im Großhandel verbesserte sich die Rendite trotz der schwachen Zahlen der deutschen Tochter Gehe Pharma Handel auf 1,73 (1,69) Prozent. Zuletzt hatten Celesio und Phoenix sich mit je 12,5 Prozent am Frankfurter Konkurrenten Anzag beteiligt, um einen Einstieg des britischen Wettbewerbers Alliance Unichem zu verhindern.

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