"Strategische Verantwortung" des Käufers erforderlich
Schweizer Regierung denkt über Swiss-Verkauf nach

Die Schweizer Regierung denkt mittelfristig über einen Verkauf der 20,2-prozentigen Staatsbeteiligung an der Fluggesellschaft Swiss an einen strategischen Partner nach. Dies gab Finanzminister Hans-Rudolf Merz bekannt.

HB ZÜRICH. Auch ein Verkauf an die deutsche Lufthansa sei nicht von vorne herein ausgeschlossen, „wenn sie für die Swiss eine sinnvolle Strategie vorweisen kann,“ sagte Merz in einem Interview des Zürcher „Tages-Anzeigers“ (Mittwochausgabe).

Der Käufer müsste strategische Verantwortung und Führungsverantwortung übernehmen. Voraussetzung für einen Verkauf des Bundesanteils sei aber, dass die Swiss aus eigener Kraft überleben könne. British Airways stehe als Partner für die Swiss im Vordergrund. Es sei aber auch klar, dass es bei der konkreten Fixierung der Zusammenarbeit noch gewisse Probleme gebe „und da noch nicht das letzte Wort gesprochen ist“. „Das führt dazu, dass auch wieder andere Möglichkeiten erwogen werden,“ erklärte der Finanzminister weiter.

Bevor konkrete Schritte ins Auge gefasst werden könnten, müsse der Jahresabschluss 2004 abgewartet werden. „Aber dann muss es meiner Meinung nach rasch gehen,“ so Merz. Ein Verkauf werde aber nicht panikartig über die Bühne gehen.

Zunächst gehe es darum, dass Swiss den lange gesuchten Betriebskredit erhalte. Danach könnte eine Kapitalerhöhung ins Auge gefasst werden, an der sich der Bund beteiligen würde, wenn dies auch die anderen Aktionäre tun. „Das wäre für mich gleichzeitig das Signal zum Ausstieg. Danach muss der Bund seine Aktien verkaufen“.

Der grösste Teil der Swiss-Aktien liegt bei den Schweizer Grossbanken.

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