Streckennetz
Billigflieger HLX nimmt sich zurück

Die Tui-Billigflugtochter HLX wird ihr Streckennetz weniger stark ausweiten als bisher. Erstmal will das defizitäre Unternehmen Geld verdienen.

HB HANNOVER. Nach einem erwarteten Passagieranstieg um rund 40 Prozent auf 3,6 Mill. in diesem Jahr wolle HLX mit 2 zusätzlichen Maschinen 2006 rund 15 Prozent mehr Fluggäste transportieren, sagte HLX-Chef Roland Keppler am Mittwoch in Hannover. Der Umsatz solle deutlich stärker um gut ein Drittel auf 340 Mill. Euro von 250 Mill. in diesem Jahr steigen.

„Wir werden natürlich zusätzliche Flugziele im Sommer ansteuern, vor allem in Italien, aber für uns steht die Profitabilität im Vordergrund“, sagte Keppler. In diesem Jahr werde HLX erstmals seit der Gründung 2002 einen kleinen Vorsteuergewinn erwirtschaften. „Das wird nicht viel mehr als eine schwarze Null“, sagte Keppler. „Aber wir haben unser Ziel damit trotz der um 30 Prozent höheren Treibstoffkosten und des harten Wettbewerbs in Deutschland erreicht“, sagte Keppler. „Für 2006 halte ich deshalb einen deutlichen einstelligen Millionen-Euro-Gewinn für realisierbar“, fügte er hinzu.

Wachstum um jeden Preis sei aus seiner Sicht nicht der richtige Weg in dem umkämpften Billigflugmarkt. HLX habe bewusst in Hamburg und Berlin Strecken aus dem Programm genommen, diese Flughäfen aber nicht aufgegeben. Die drei zentralen Start- und Landeflughäfen für HLX blieben Köln-Bonn, Stuttgart und Hannover. „Eine vierte und fünfte Basis sehen wir vorerst nicht“, sagte Keppler. HLX schlägt damit einen anderen Weg ein, als Konkurrenten wie Germanwings oder auch dba, die weiterhin stark auf Expansion setzen.

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