Streik bei Amazon
Internethändler lehnt Tarifverhandlungen mit Verdi ab

Der Internethändler Amazon lehnt Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi weiter ab. Trotz neuer Streiks sei daran „gar nicht zu denken“, sagt Ralf Kleber, Deutschland-Chef des weltgrößten Versandhändlers.
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BerlinTrotz neuer Streiks lehnt Amazon Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi ab. „Daran ist gar nicht zu denken“, sagte der Deutschlandchef des weltgrößten Versandhändlers, Ralf Kleber, der „Bild“ (Dienstagausgabe). Die Mitarbeiter würden sich mit einem Tarifvertrag nicht besser stellen.

Verdi will Amazon mit den Arbeitsniederlegungen zum Einlenken um einen Tarifvertrag zwingen. Am Montag legten erneut Beschäftigte die Arbeit nieder. Auch im Weihnachtsgeschäft will die Gewerkschaft den Druck mit weiteren Protesten hoch halten. Kleber versprach dennoch eine pünktliche Lieferung zum Fest. An den Streiks habe immer nur eine Minderheit teilgenommen. Die Mehrheit arbeite regulär.

Verdi fordert für die Mitarbeiter in den deutschen Amazon-Versandzentren tarifliche Regelungen, wie sie im Einzel- und Versandhandel üblich sind. Amazon dagegen nimmt die Vereinbarungen der Logistikbranche als Maßstab, in der weniger bezahlt wird. Der Tarifkonflikt dauert bereits seit Ostern 2013.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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