Streik in Frankfurt
Vorfeld-Einweiser fordern mindestens 64 Prozernt mehr

Die Fronten im Streit um Gehaltserhöhungen der Vorfeld-Mitarbeiter am Frankfurter Flughafen sind verhärtet. Laut Arbeitgeber Fraport fordert die Einweiser-Truppe bis zu 73 Prozent mehr Lohn - das ist Fraport zu viel.
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FrankfurtDer morgige Montag könnte entscheidend werden für die kleine Gruppe der Vorfeld-Einweiser. Zwar geht der Flughafen-Betreiber Fraport davon aus, dass insgesamt bis zu 70 Prozent aller rund 1250 geplanten Flugbewegungen stattfinden können. Alle interkontinentalen Verbindungen abgewickelt werden, somit beschränkt sich das Problem weitgehend auf europäische und inländische Flüge. Doch dieses Streik-Zeichen ist eindeutig - und lässt sich nicht einfach ignorieren.

Die Gewerkschaft will mit dem 24-Stunden-Ausstand in der Tarifauseinandersetzung mit Fraport den Druck erhöhen. „Die Betreibergesellschaft Fraport hat sich nicht bewegt, es gibt nicht einmal den Versuch einer Kontaktaufnahme“, sagt der Tarifvorstand der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF), Markus Siebers.

Auf Seiten des Arbeitgebers hört sich das ganz anders an. Ein Fraport-Sprecher betont: „Wir sind jederzeit gesprächsbereit und fordern die GdF auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.“ Er kritisiert die „überzogenen Forderungen und die starrsinnige Haltung der GdF“, die zu Lasten der Passagiere, Fluggesellschaften und der Fraport-Mitarbeiter gehe.

Bereits am vergangenen Donnerstag und Freitag hatten die rund 200 Vorfeldmitarbeiter die Arbeit niedergelegt. Allein am Freitag waren dadurch 301 Flüge ausgefallen. „Die eingesprungenen Kollegen auf dem Vorfeld haben sich hervorragend eingearbeitet und die bisherigen Aufgaben gut gemeistert“, erklärt der Sprecher. Er riet Passagieren, sich frühzeitig über ihre Verbindungen zu informieren. Der Lufthansa-Sprecher weist darauf hin, dass Betroffene kostenlos stornieren oder umbuchen könnten. Reisende innerhalb Deutschlands könnten auf die Bahn umsteigen.

Hintergrund des Konflikts ist, dass Fraport die Forderung nach einem eigenen Tarifwerk mit hohen Gehaltssteigerungen für die rund 200 Vorfeldbeschäftigten nicht akzeptieren will. Der Betreiber hat auch einen Schlichterspruch Ole von Beusts abgelehnt, der ebenfalls deutliche Verbesserungen für die Beschäftigten vorgeschlagen hatte. Laut Fraport laufen die GdF-Forderungen auf Steigerungen zwischen 64 und 73 Prozent mehr Geld hinaus.

Der Fraport-Sprecher betont, dies sei überzogen. Und: „Wir sind bereits mehrfach auf Forderungen der GdF eingegangen.“ Die zwei Streiktage am vergangenen Donnerstag und Freitag haben den Flughafen-Betreiber nach eigenen Angaben bisher bis zu vier Millionen Euro gekostet - die Verluste der Fluggesellschaften seien darin nicht eingerechnet. Am Wochenende gab es keinen Streik. Der Betrieb lief laut Fraport normal.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Hier sieht man mal, was so ein Vorfeldeinweiser verdient. Im Jahr 2011 war die Spanne von 53000 pro jahr beim Berufseinsteiger, bis hin zu maximal 69000 bei entsprechender Berufserfahrung. Von solchen Gehältern kann ein Ingenieur nur träumen und dort wird sowas einem gezahlt, der eine Anlerntätigkeit macht. Fraport hat ja, um den Streik abzufedern, mal zügig Personal angelernt, die die Arbeit der Streikenden in der Zeit übernimmt. Deswegen kam es ja nicht zu einem Totalausfall des Flughafens. Maximaler Lohn der Vorfeldeinweiser soll 86000 Euro pro Jahr betragen. Das ist einfach haltlos meiner Meinung nach. Wie gesagt, sie haben zwar Verantwortung, aber das haben andere Berufe gleichermaßen. Solche Löhne, selbst wie sie momentan bezahlt werden, sind schon völlig überzogen.

    Quelle: Diagramm von

    http://www.focus.de/finanzen/news/tarifstreit-der-vorfeld-mitarbeiter-gewerkschaft-will-streik-am-frankfurter-flughafen-aussetzen_aid_716651.html

  • Was verdient so ein Vorfeldeinweiser eigentlich?

  • Ich würde mich auch auf eine Gehaltserhöhung von ca. 70 % freuen, allerdings würde die Freude wahrscheinlich nur max. 1 Jahr dauern, dann ist die Firma pleite und ich meinen Job los und das kurz vor der Rente. NEE - Leute das geht ja wohl gar nicht. Dass sich Vorstände und leitende Angestellte besser bedienen können und auch tun als die die Arbeit verrichtenden Ruderer steht ganz ausser Frage und ist auch nicht OK, ich würde diese Leute schrittweise ersetzen und sie den Klo putzen lassen, wer Scheisse macht soll sie auch wieder wegräumen, gilt übrigens auch für die Vorstände, die sich gut bezahlen lassen in guten wie in schlechten Zeiten immer mit demselben Argument - damit sie nicht weglaufen. Ein klein wenig Bescheidenheit täte allen gut, ein wenig Grosszügigkeit den Firmen allerdings auch.

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