Streit eskaliert
Hapag Lloyd will weniger Flughafengebühren zahlen

Der Streit um die Subventionspraxis vieler deutscher Flughäfen zu Gunsten von Billigfluglinien wie Ryanair oder Easyjet weitet sich aus. Der deutsche Ferienflieger Hapag-Lloyd wird mit sofortiger Wirkung seine Gebührenzahlungen an den Flughafen Dortmund kürzen.

DÜSSELDORF. Das bestätigte eine Sprecherin der Fluggesellschaft dem Handelsblatt. Zuvor hatte sich bereits Air Berlin dazu entschlossen, die Gebühren an den Flughafen Dortmund einseitig um rund 80 Prozent zu kürzen. Mit den Kürzungen reagieren die Airlines auf üppige Sonderkonditionen, die Dortmund der britischen Easyjet einräumt.

Der Flughafen Düsseldorf kündigte an, die Gebührenpolitik der Dortmunder juristisch prüfen zu lassen. "Die boomende Billigflugbranche verleitet Flughäfen allzu schnell, Finanzspritzen aufzuziehen", sagte dessen Geschäftsführer Rainer Schwarz dem Handelsblatt. Für die Verluste des Flughafens Dortmund etwa, die im Vorjahr 18 Mill. Euro betrugen, steht zum großen Teil der Mehrheitseigner Dortmunder Stadtwerke gerade. Schwarz: "Es ist nicht hinnehmbar, wenn die öffentliche Hand letztlich für Billigflüge bezahlt."

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