Streit mit US-Konkurrenz
Post holt zum Gegenschlag aus

Die Deutsche Post prüft im Streit mit den US- Konkurrenten UPS und FedEx um das Luftfrachtgeschäft eine Beschwerde bei der EU-Kommission. Die US-Unternehmen attackieren die Post, weil ausländische Logistiker in den USA keine Airlines besitzen dürfen.

HB BRÜSSEL/BONN. Die Post habe die EU-Kommission darauf aufmerksam gemacht, dass zwischen der Behandlung der Post in den USA und der Behandlung der US-Konkurrenten in Europa Ungleichheiten bestünden, sagte ein Post-Sprecher am Montag in Bonn. Der Konzern habe EU-Verkehrskommissarin Loyola de Palacio darauf hingewiesen, dass sie prüfen könne, ob die Partnerschaft von UPS mit der dänischen Fluggesellschaft Star Air mit dem Geschäftsmodell der Post-Tochter DHL und der US-Fluglinie Astar Air Cargo vergleichbar sei. Die beiden US-Konkurrenten hatten in der Vergangenheit immer wieder versucht, der Post bei ihrer Expansion auf dem US-Markt Hindernisse in den Weg zu legen.

Post-Chef Klaus Zumwinkel sagte zudem in einem am Montag veröffentlichten Gespräch mit dem „Wall Street Journal“: „Die Art, wie sie europäische Unternehmen behindern, entspricht eindeutig nicht den Regeln, die den internationalen Markt lenken.“ Der Post-Sprecher sagte ergänzend, die Post habe bei Palacio aber keine formelle Beschwerde eingereicht. Die EU-Kommissarin müsse nun entscheiden, ob und wie sie den Hinweisen der Post nachgehe. „Es gibt eine ganz eindeutige Ungleichbehandlung“, betonte der Sprecher aber.

UPS und Fedex hatten in der Vergangenheit bei der US-Luftaufsichtsbehörde darauf gedrungen, der Fluglinie Astar die Lizenz zu entziehen, da diese durch die Post-Tochter DHL kontrolliert werde. Nach US-Gesetzen ist es Ausländern verboten, US-Fluggesellschaften zu kontrollieren. Die Post argumentiert nun, auch Star Air werde von UPS kontrolliert.

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