Streit um Air France
Ryanair verklagt EU-Kommission

Die irische Fluglinie wirft der EU-Kommission, nicht gegen unrechtmäßige staatliche Beihilfen für große Fluggesellschaften vorzugehen. Konkret geht es um staatliche Gebühren-Rabatte für die französische Fluggesellschaft Air France.

HB DUBLIN. Die Billigfluggesellschaft Ryanair hat ihre Drohung wahrgemacht und die EU-Kommission wegen Untätigkeit im Streit über staatliche Beihilfen für Wettbewerber verklagt. Der Konzern teilte am Donnerstag mit, er habe entsprechende Unterlagen beim Europäischen Gericht erster Instanz eingereicht. Die Kommission werde aufgefordert, den Wettbewerb zu fördern und damit aufzuhören, große Fluggesellschaften zu schützen, die unrechtmäßige staatliche Beihilfen bezögen, erklärte Ryanair-Chef Michael O'Leary.

Die in der Klage genannten Vorwürfe richten sich gegen die französische Regierung. Ihr wirft Ryanair vor, Air France Rabatte bei Flughafen-Gebühren zu gewähren, die der Fluggesellschaft einen Vorteil einräumten. Die EU-Kommission sei dagegen nicht vorgegangen, argumentiert Ryanair. Das irische Unternehmen hatte die Klage bereits im Sommer angekündigt. Damals bemängelte der Konzern nicht nur den Fall Air France, sondern warf auch anderen Regierungen vor, ihre jeweiligen Flaggschiff-Fluggesellschaften unrechtmäßig zu subventionieren. Genannt wurde damals auch die deutsche Lufthansa.

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