Streit um ein Grundstück
Millionenforderung belastet Karstadt-Aktien

Auch nach der Millionenforderung der Jewish Claims Conference (JCC) sieht der Karstadt-Quelle-Konzern die laufende Sanierung nicht in Gefahr.

HB ESSEN. „Die finanzielle Stabilität des Unternehmens ist gewährleistet“, sagte Unternehmenssprecher Jörg Howe heute in Essen. Die Börse reagierte auf die Meldungen jedoch mit einem kräftigen Kursrutsch. Am ersten Handelstag der neuen Aktien aus der am Vortag abgeschlossenen Kapitalerhöhung brachen die Karstadt-Quelle-Papiere am Vormittag um mehr als acht Prozent ein.

Der Unternehmenssprecher wertete die Kapitalerhöhung am Dienstag als „großen Erfolg“. Die Bezugsrechte aus der Kapitalerhöhung seien zu 96 Prozent ausgeübt worden, hieß es. Durch die Ausgabe von rund 93 Mill. neuen Aktien sollen rund 535 Mill. Euro in die Kassen des Unternehmens fließen. Auch die Großaktionäre des Pools Madeleine Schickedanz und der Allianz hätten sich wie angekündigt an der Kapitalerhöhung beteiligt. Beide Großaktionäre hatten im Vorfeld bereits zugesagt, neue Aktien mit einem Volumen von 280 Mill. Euro zu zeichnen.

Im Streit um ein Grundstück aus dem ehemaligen Besitz der jüdischen Kaufhaus-Dynastie Wertheim hatte die Jewish Claims Conference (JCC) am Montag Ansprüche in Höhe von 145 Mill. Euro gegen den angeschlagenen Karstadt-Quelle-Konzern angekündigt. Hintergrund der Forderung ist ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aus der vergangenen Woche, nach dem Liegenschaften im so genannten „Lenne-Dreieck“ am Potsdamer Platz in Berlin unter das Gesetz zur Regelung offener Vermögensfragen fallen.

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