Streit um Landegebühren
Airlines boykottieren Berliner Flughafenbetreiber

Air Berlin und DBA zahlen dem Berliner Flughafenbetreiber BFG nicht die mehr die vollen Gebühren für Start und Abfertigung. Der BFG drohen jetzt empfindliche Einnahmeverluste.

HB BERLIN. Der Berliner Flughafengesellschaft (BFG) drohen einem Bericht zufolge deutliche Einnahmeverluste. Weil die Fluggesellschaften Air Berlin und DBA die Entgelte für Start und Passagierabfertigung auf dem Flughafen Tegel nach eigenem Ermessen gekürzt haben, gingen der BFG Erlöse verloren, berichtet die «Welt» am Samstag. Zuvor hatte bereits die Fluggesellschaft Germania die Entgelte eigenmächtig gekürzt. Die Lufthansa prüfe noch einen solchen Schritt, kündigte ein Sprecher gegenüber dem Blatt an.

Hintergrund ist ein Streit über die Tarife an den drei Berliner Flughäfen, nachdem ein Gericht im vergangenen Oktober Rabatte für die in Berlin-Schönefeld landende Airline Easyjet für unzulässig erklärt hatte. Die BFG hatte daraufhin eine Überarbeitung der Tarife für alle drei Flughäfen im Einvernehmen mit den Airlines angekündigt. Im Dezember hatte die BFG die Verhandlungen überraschend abgebrochen und für gescheitert erklärt.

Mit den Gebührensenkungen wolle man Bewegung in die Auseinandersetzungen bringen, sagte ein Sprecher von Air Berlin der «Welt». Bislang seien keine Versuche unternommen worden, die Gespräche wieder aufzunehmen und den Streit zu beenden. Ohne eine rasche Lösung schade sich die BFG nun selbst, sagte ein Sprecher des Verbandes der Fluggesellschaften (Barig). Auch wenn die BFG die betreffenden Gesellschaften verklagte, würden Verfahren Jahre dauern, ohne dass die Gebühren gezahlt würden. (

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