Tarifverhandlungen
GDL und Deutsche Bahn vor Einigung

Die Lokführergewerkschaft GDL erwartet heute einen Abschluss der Tarifgespräche mit der Deutschen Bahn. Die privaten Konkurrenten der Deutschen Bahn bestreikt sie unterdessen weiter.
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Frankfurt Berlin

Die Deutsche Bahn (DB) und die Lokführergewerkschaft GDL setzen ihre Tarifgespräche heute in Frankfurt fort. Die Chance auf eine Einigung ist groß: "Geht alles klar, kann es morgen zu einem Abschluss mit der Deutschen Bahn kommen", sagte GDL-Chef Weselsky am Donnerstag.

Die Einigung war schon für Dienstag angepeilt, die Verhandlungen jedoch nach rund 18 Stunden abgebrochen worden. Bis zuletzt strittig war die Höhe der Einkommensverbesserungen für die rund 20.000 bei der DB beschäftigten Lokführer.

Auf einen Rahmentarifvertrag hatten sich die Parteien nach Angaben der GDL bereits am Freitag vergangener Woche geeinigt.

Nicht voran kommen die Gespräche hier mit den Privatbahnen. Wegen des 48-stündigen Streiks der Lokführer ist es auch am Freitag bei den fünf größten DB-Konkurrenten bundesweit zu Behinderungen im regionalen Zugverkehr gekommen. Die Lokführergewerkschaft GDL hatte ihre Mitglieder seit dem frühen Donnerstagmorgen zum Streik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen sollen noch bis Samstag um 2 Uhr dauern.

Mit Verspätungen und gestrichenen Verbindungen musste weiter in Berlin und Brandenburg gerechnet werden. Die Züge der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG) bedienten regulär nur vereinzelte Linien. In Bayern fahren nach Angaben von Unternehmenssprechern auch am zweiten Streiktag die Züge der betroffenen Bahnen - die Bayerische Regiobahn und die Vogtlandbahn - nach dem Notfallfahrplan vom Vortag.

Streiks der Lokführergewerkschaft GDL haben vereinzelt auch den Verkehr von Privatbahnen in Nordrhein-Westfalen beeinträchtigt. Wie der GDL-Bezirksvorsitzende Frank Schmidt sagte, kam es beispielsweise auf der Strecke Dortmund-Enschede - wie schon am Tag zuvor - zu Zugausfällen im morgendlichen Pendlerverkehr.

Auch im Rhein-Main-Gebiet und in der Wetterau mussten Pendler und Reisende mit Zugausfällen und Verspätungen rechnen. "Es werden in etwa die gleichen Fahrten betroffen sein wie gestern", sagte eine Sprecherin der Hessischen Landesbahn (HLB) am Freitag.

Bundesweit sollen bis Samstagmorgen rund 20 regionale DB-Konkurrenten bestreikt werden, um einen bundesweiten Rahmentarifvertrag und Einkommensverbesserungen für die Lokführer zu erreichen.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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