Tarifverhandlungen gehen weiter
Bahn legt neues Angebot vor

Drei Tage nach Beginn der Bahnstreiks gibt es erste Anzeichen für eine Entspannung. Im Tarifkonflikt mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA hat die Deutsche Bahn ihr Angebot nachgebessert. Die beiden Gewerkschaften wollen auf dieser Basis die Verhandlungen fortsetzen und ihre Streiks auszusetzen.

HB BERLIN/FRANKFURT. Die Deutsche Bahn AG legte am Donnerstag ein neues Angebot vor, das Lohn- und Gehaltserhöhungen von 3,4 Prozent und eine Sonderzahlung von 450 Euro, allerdings auch eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 40 Stunden vorsieht. Die Gewerkschaften Transnet und GDBA entschieden sich daraufhin in Berlin, weiter zu verhandeln und die Streiks auszusetzen.

Parallel dazu traf sich Bahnchef Hartmut Mehdorn in Frankfurt am Main zu einem Spitzengespräch mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), die auf einem eigenen Tarifvertrag und wesentlich höheren Einkommenserhöhungen besteht. Wegen der Verhandlungen in Berlin und dem Spitzengespräch hatten alle Gewerkschaften am Donnerstag auf weitere Warnstreiks verzichtet, so dass der Zugverkehr erstmals in dieser Woche im gesamten Bundesgebiet ungestört verlief, wie eine Bahnsprecherin bestätigte.

Bei den Tarifgesprächen mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA in Berlin bot die Deutsche Bahn AG im Kern eine Gehaltserhöhung von 3,4 Prozent ab dem 1. Januar 2008 für eine Laufzeit von 24 Monaten an. Die Verhandlungsführerin des Konzerns, Margret Suckale, sprach von einem „guten und fairen Angebot“. Die größte Bahngewerkschaft Transnet wertete den Vorschlag als eine Verbesserung, will aber ihre Forderungen in den weiteren Verhandlungen offensiv vertreten, wie Unterhändler Alexander Kirchner sagte: „Die Prozente reichen nicht.“

Die Gewerkschaften Transnet und GDBA hatten ursprünglich eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent gefordert. Die Bahn hatte in einem ersten Angebot zwei Prozent und eine Einmalzahlung von 300 Euro angeboten. Während diese beiden Gewerkschaften die Bereitschaft zum Weiterverhandeln mit einem Aussetzen der Streikaktionen verband, blieb die Haltung der Lokführergewerkschaft GDL zunächst offen.

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