Tarifverhandlungen in der Tourismus-Industrie
Tui überdenkt Mitgliedschaft im Arbeitgeberverband

Der Touristikkonzern Tui will aus dem Arbeitgeberverband austreten, wenn die laufenden Tarifverhandlungen scheitern sollten. Künftig würde das Unternehmen dann einen Konzerntarifvertrag verhandeln.

HB BERLIN. Der Reisekonzern Tui erwägt einen Ausstieg aus dem Arbeitgeberverband. Sollten die laufenden Verhandlungen über den Flächentarifvertrag scheitern, sei der Austritt aus der Arbeitgebervereinigung ein Option, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag in Hannover.

Die Entscheidung über einen Rückzug aus dem Deutschen Reisebüro- und Reiseveranstalterverband (DRV) solle aber nicht sofort fallen, sondern nach erst nach Beendigung der Verhandlungen. In der kommenden Woche sollen weitere Gespräche mit den Gewerkschaften stattfinden. Die Chancen für eine Einigung lägen allerdings nur bei 50:50, sagte der Sprecher weiter.

Sollte Tui zum 30. Juni aus dem Verband austreten, seien damit nur teilweise Änderungen für die Mitarbeiter verbunden. Tariflich vereinbarte Gehaltssteigerungen seien dann nicht mehr vorgesehen. Andere Regelungen haben weiter Bestand, sagte der Sprecher, ohne dies zu konkretisieren. Nach einem möglichen Austritt würde Tui mit der Gewerkschaft Verdi über einen Konzerntarifvertrag verhandeln, hieß es.

In den laufenden Tarif-Verhandlungen drängen die Arbeitgeber auf eine erfolgsabhängige Bezahlung der Beschäftigten insbesondere in den oberen Gehaltsstufen und auf eine Öffnung der Tarifverträge für eine Flexibilisierung der wöchentlichen Arbeitszeiten auf betrieblicher Ebene.

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