Tarifverträge
Bahngewerkschaften beraten über Kooperationsvereinbarung

Die Vorstände der drei Bahngewerkschaften Transnet, GDBA und GDL sind am Dienstagnachmittag in Frankfurt zu Beratungen über ihre künftige Zusammenarbeit zusammengekommen.

HB FRANKFURT. Dabei geht es vor allem um eine Kooperationsvereinbarung, ohne die der Tarifvertrag zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und der Bahn nicht wie vorgesehen am 1. März in Kraft treten kann. „Ich gehe mit sehr gemischten Gefühlen in die Veranstaltung“, sagte der Vorsitzende der Lokführergewerkschaft GDL, Manfred Schell, vor Beginn der Gespräche.

Eine Einigung über eine Kooperationsvereinbarung sehe er nicht als Vorbedingung für das Inkrafttreten des Lokführertarifvertrages. Transnet-Chef Norbert Hansen betonte, er sei sehr daran interessiert, dass es zu einer sinnvollen Kooperation komme. „Mitarbeiter sind schlecht zu motivieren, wenn sie für gleiche Leistungen schlechter bezahlt werden“, sagte Hansen. Die Chancen für eine Einigung bezifferte er auf 60 zu 40.

Zwischen den Gewerkschaften ist zudem noch umstritten, ob auch die rund 2900 Lokrangierführer unter den GDL-Vertrag fallen sollen. Diese sind mehrheitlich bei Transnet und GDBA organisiert. „An der Zuordnung der Lokführer wird der Tarifvertrag mit Sicherheit nicht scheitern“, sagte GDL-Chef Schell.

Bahn und GDL hatten sich am 30. Januar auf einen Tarifvertrag geeinigt, der für die Lokführer eine Einkommenserhöhung von elf Prozent in zwei Stufen vorsieht. Ferner soll die Wochenarbeitszeit im kommenden Jahr um eine Stunde verkürzt werden. Zwischen GDL und Bahn muss noch geklärt werden, ob der Tarifvertrag auch für Lokführer bei Zeitarbeitsfirmen gilt. Deshalb soll es auch noch ein Gespräch mit der Deutschen Bahn geben.

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