Technischer Defekt
„Dreamliner“ muss umdrehen

Erneute Probleme mit dem „Dreamliner“: Der Ärger mit dem Boeing-Flieger reißt nicht ab. Diesmal ist es eine Warnleuchte, die den Piloten über auf dem Weg von Boston nach Tokio zur Umkehr veranlasst.
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WashingtonDie Pannenserie beim neuen Boeing-Vorzeigeflieger Dreamliner reißt nicht ab. Eine Maschine des Typs 787 musste am Donnerstag auf dem Flug von den USA nach Japan wegen des Verdachts auf eine Störung an einer Treibstoff-Pumpe umkehren. Zuvor hatte die britische Flugsicherheit-Behörde empfohlen, die sogenannten Notfunk-Baken des Dreamliners wegen möglicher Brandgefahr von Bord zu nehmen.

Die Maschine von Japan Airlines (JAL) war am Donnerstag von Boston nach Tokio gestartet. Fünf Stunden später wurde eine Störung an einer Treibstoff-Pumpe im rechten Triebwerk angezeigt, wie ein Sprecher der Fluglinie sagte. Aufgrund dieser sogenannten Wartungsaufforderung kehrten die Piloten nach Boston zurück.

Es habe sich nicht um einen Notfall oder ein Sicherheitsproblem gehandelt, betonte der Sprecher. Zudem habe der Vorfall "absolut nichts" mit den Batterien des Flugzeugs zu tun, bei denen in der Vergangenheit Probleme aufgetreten waren. Japan Airlines besitzt eine der größten Dreamliner-Flotten und meldet ebenso wie andere Gesellschaften immer wieder Probleme mit den Maschinen.

Am Freitag vergangener Woche war in einem auf dem Londoner Flughafen Heathrow geparkten Flugzeug ein Feuer ausgebrochen. Verletzt wurde dabei niemand. Ursache des Feuers könnten nach Erkenntnis der britischen Flugsicherheit-Behörde AAIB die Notfunk-Baken des Dreamliners gewesen sein. Diese Geräte dienen zur Ortung abgestürzter Flugzeuge. Die Probleme gehen hier vermutlich auch auf die Batterien der Geräte zurück, sicher ist dies aber nicht. Die AAIB empfahl trotzdem, die Notfunk-Baken zunächst von Bord zu nehmen.

Im Januar waren sämtliche Dreamliner-Maschinen weltweit wegen Problemen mit Lithium-Ionen-Batterien aus dem Verkehr gezogen worden. Bei zwei Maschinen hatten sich die Batterien überhitzt, wobei bei einem am Boden geparkten Flugzeug ein Feuer ausbrach. Boeing gelang es nicht, die Ursache des Problems zu identifizieren, doch setzte der US-Hersteller Änderungen um, mit denen nach eigenen Angaben die Sicherheit der Flugzeuge gewährleistet wird. Seit April dürfen die Maschinen wieder fliegen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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