Textilhandel
Gegenwind für H&M

Die getrübte Konsumlaune bekommt nun auch Moderiese Hennes&Mauritz zu spüren. Die Gewinne der Kette im vierten Quartal sind vergangenes Jahr überraschend gesunken. Den Expansionskurs will H&M trotzdem fortsetzen.
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StockholmDie schwedische Bekleidungskette H&M (Hennes&Mauritz) bekommt das rauere Konsumklima zu spüren. Für das vierte Quartal wies die zweitgrößte Modekette der Welt am Donnerstag überraschend einen Gewinnrückgang vor Steuern aus auf 6,8 Milliarden Schwedische Kronen (umgerechnet rund 760 Millionen Euro) nach 7,18 Milliarden Kronen im Vorjahreszeitraum. H&M teilte mit, das Marktumfeld sei eine Herausforderung. Analysten hatten im Schnitt mit einem unveränderten Gewinn gerechnet. Der Umsatz sank um drei Prozent auf 31 Milliarden Kronen (3,51 Milliarden Euro). Die Erlöse auf vergleichbarer Basis legten hingegen um vier Prozent zu und damit stärker als erwartet, wie H&M mitteilte.

Trotz des Gewinnrückgangs will H&M weiter kräftig expandieren. Das vierte Geschäftsquartal des vergangenen Jahres (bis 30. November) brachte dem Konzern einen Gewinn nach Steuern von 5,4 Milliarden Kronen (612 Millionen Euro). Im Vorjahr waren es 5,5 Milliarden Kronen.

Konzernchef Karl-Johan Persson kündigte bei der Veröffentlichung der Bilanzzahlen am Donnerstag eine Fortsetzung des Expansionskurses mit 275 neuen H&M-Häusern im laufenden Jahr an. Als Herausforderung im abgelaufenen Jahr nannte er mit Blick auf gestiegene Baumwollpreise eine „Kosteninflation“ für die gesamte Modetextilien-Industrie.

Im gesamten Geschäftsjahr 2011 sank der H&M-Gewinn um 15,3 Prozent auf 15,8 Milliarden Kronen. Der Umsatz ging in vergleichbaren Einheiten leicht um ein Prozent auf 110 Milliarden Kronen zurück.

Agentur
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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Textilhandel: Gegenwind für H&M"

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  • Ich wäre froh, wenn H&M bei der Suche nach Gründen für den Umsatz- & Gewinnrückgang erstmals im eigenen Haus beginnt. In einem polypolistischem Markt von Konsumflaute oder Konjunktur zu sprechen halte ich für grenzwertig. Wenn man eine H&M-Filiale besucht, hat man immer das Gefühl, dass dort niemand für einen zuständig ist und wenn man sich dann doch traut das Personal anzusprechen ist die Beratung mehr als fragwürdig. Vielleicht sollte sich das Unternehmen zu einem wirklichen Dienstleister entwickeln..... dann klappts auch wieder mit Umsatz & Gewinn...

  • "Die getrübte Konsumlaune bekommt nun auch Moderiese Hennes&Mauritz zu spüren" (Handelsblatt 26.1.2012)

    "Kauflaune der Deutschen auf Fünfjahreshoch" (Handelsblatt 26.1.2012)

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